1. Zustieg zum Speicher Finstertal
Nunja durch frühes Aufstehen, gings bereits gegen 5:00 zu Hause los, sind ja doch Zweieinhalb Stunden Autofahrt, aber damit ist das auch schon einer der näheren 3000er, auch wenn er die 3000m nur knapp reisst. Insgesamt ist die Tour eher leicht, maximal unteres T3, allerdings hab ich am Grat doch etwas die Höhe bemerkt. Die Touren davor gingen ja heuer alle höchstens bis knapp 2300m hinauf. Rauf hab ich den Steig bevorzugt, runter gings dann über die Fahrstraße, da ich zum Querweg Richtung Dortmunder Hütte wollte. Ausserdem sieht man evtl. Aufziehende Gewitterzellen schneller.

Start am Alpenrosenparkplatz, im Winter kommt man wg. der Trainingsgruppen gar nicht hin.

Hotel Alpenrose, der Bau sticht im Sommer sofort ins Auge. Etwaige Bausünden hat man weiter oben weniger.

Tja gegen 8:00 am Einstieg, erstmal die Straße entlang, bevors später auf einen Pfad ging.

Rückblick, wenige Meter oberhalb gehts dann an den Quellen vorbei

Schon eher was, bis zum Schuttkar weiter oben alles T2

Landschaft, schon recht alpin hier, aber wirklich Hochgebirge noch nicht

Diverse Felsen oberhalb, etwas Felskontakt gabs später am Schlussanstieg

Rückblick auf Kühtai

Die Staumauer ist in Sicht

Die Wolken sollten mir später erstmal die Aussicht versauen, aber bis ich am Gipfel war riss es auf.
2. Steilstufe zur Staumauer
Nach Querung diverser Quellfassungen gehts steiler hoch, bis zum Stausee auf gut 2300m, sind erstmal mehrere Straßenquerungen nötig. Der Steig selber kürzt in den Kurven ab. Nach etwa einer Stunde war ich dann auch schon oben am Stausee, durch den Start auf bereits knapp 2000m gabs zumindest Angenehme Temperaturen, mit bis zu 18°C auf 2000m trotzdem recht warm.

Wolkenspiele

Hier kann man später zur Dreiseenhütte rüber, mein Ziel war jedoch ein Anderes

Es wird neblig

Wolkenstimmung, runter hatte ich ganz anderes Wetter

Seltsames Gipfelkreuz vorm Staudamm

Manchmal über etwas Blockwerk hinüber. Oben erstmal Verwirrung wg. einer recht unsinnigen Wegsperre

Wenig Sicht, es blieb aber Trocken

Hier den Weg gesucht, übelst quer am Hang, während der bequemere untere Pfad wg. Steinschlag dicht war. Nachmittags dies aber mit einigen anderen Gipfelaspiranten dies ignoriert.

Am Speicher Finstertal, der wurde in den 70ern angelegt. Später passiert man noch den Gamezkogelferner, der aber nicht als solches erkennbar war.

Hier kann man zum Pockkogel abzweigen

Wolkenstimmung am See, zurück gings nach der Gipfelrast auf dem gleichen Weg.
3. Finstertaler Stausee - Finstertal
Nunja am See angekommen, muss man erstmal mit leichtem Auf und ab um den See herum, bevor der eigtl. Anstieg beginnt. Im Anstieg wechseln sich steile mit flacheren Stücken ab. Die Landschaft wird nach oben immer karger. Ab ca. 2700m ists eigtl. nur mehr Blockschutt. Technisch bleibt die Tour eine Hochgebirgswanderung, mit einer Hochtour hat der Berg als geradeso-3000er nix zu tun.

Rückblick die Hochnebelartigen Wolken ließen ab Spätvormittag die Sonne für ein paar Stunden durch

Und der Blick nach vorn

In Wolken der Grat zum Mittagskogel. Der Anstieg übers Finstertal ist der einfachste und auch zugleich der Normalweg zum Sulzkogel.

Hinten zweigt der Pfad ins obere Finstertal ab

Stausee-Totale, danach gings erstmal über den Bach hinterhalb

Pfadverlauf, leider sehr neblig, wie der ganze Vormittag

Anstieg, zunächst eher gemächlich, oben gibts 2 Steilstufen

Letzte Wiesenabschnitte

Die Steilstufe wartet bereits

Noch ein Seeblick, danach gings erstmal in den Nebel, es riss jedoch bis zum Gipfel auf

Rauf gehts, man kommt danach auf gut 2600m raus und dann noch 300hm rauf zur eigtl. Scharte.

Tja könnte bei dem Wetter auch irgendwo in den Schottischen Highlands sein.
4. Talschluss - Gamezkogelferner
Nunja an der Steilstufe angekommen, gings dann über tw. Schuttiges Gelände hoch zu mehreren Gletscherseen. Den Gamezkogelferner hab ich aber nicht mehr gefunden. Eigtl. nur Schutt, wären mir oben nicht noch kleine Bergschründe aufgefallen. Vermutlich ist unterhalb noch etwas Toteis versteckt, aber mit einem richtigen Gletscher hat das nicht mehr viel zu tun.

Tiefblick von der unteren Steilstufe aus

Wegverlauf, für mich weitgehendes T2-3 ohne die sehr guten Markierungen kann man bei Nebel Probleme bekommen

Oben angekommen, danach gehts nochmal eine Etage höher

Wasserfall aus den Gletschersee oberhalb, bloss den dazugehörigen Gletscher findet man nicht mehr vor, da unter Schutt.

Blockiges Gelände, bleibt aber bei Hochgebirgstouren nicht aus

Hier kann man ein paar Gletscherschliffe erkennen, früher muss der Gamezkogelferner wohl weiter runter gegangen sein

Die Seen hier oben auf etwa 2650m. Vermutlich aus den Toteisresten unterm Schutt gespeist

Schneefelder am Weg, komisch, dass sich die da noch halten (Westseitig)

Weiter gehts durch Blockwerk.
5. Schlussanstieg
Nunja nach bald 3h Anstieg, gings dann nochmal 250hm tw. über steiles Blockgelände hoch zum Südgrat. Dort geht der Steig in leichter Kraxelei auf meist festem Blockwerk zum Gipfel hinauf. Insgesamt gibts oben 2 Gipfelkreuze, ein kleines vorne für ein Absturzopfer und das ebenfalls kleine vordere Gipfelkreuz. beide liegen etwa auf gleicher Höhe. Nach etwa 4 Stunden war dann der Gipfel erreicht, mit ein paar Pausen und Wegsuche. Auch oben am Gipfel trotzen stellenweise Blumen dem rauen Klima hoch oben, hab aber nicht genau danach gesucht.

Hoch gehts, der PFad ist tw. steil und hängend, ein Zwei Stellen sind auch mit etwas Felskontakt, aber insgesamt kaum Schärfer als T3

Schneefelder

Im Bereich der Schlüsselstelle auf etwa 2800m, da muss man über ein paar Problemlose Blöcke

Finde den Weg

Der Gipfel zeigt sich, zudem gabs eine Wetterbesserung

Schlussanstieg zum Gipfel, das meiste waren Urlauber, die sich dort eingefunden hatten unter anderem aus der Steiermark.

An der Scharte die restlichen knapp 100hm ziehen sich etwas hin, waren aber nach gut 15min erledigt

Der Vorhang geht auf

Das Kreuz ist in Sicht. Den Weg muss man sich anhand der Markierungen im Blockschutt suchen, ist aber problemloses Gelände

Tiefblick

Und oben angekommen
6. Gipfelrast
Oben angekommen, erstmal einen guten Platz gesucht, gar nicht so einfach auf dem schmalen Gipfel Der fällt an 3 Seiten tw. senkrecht ab, hielt mich ja in Hochalpinem Gelände auf. Beim Aufstieg hab ich die gut 3000m Höhe bemerkt, musste mehr schnaufen als sonst. Einmal wollte der Rucksack wieder runter, zum Glück blieb er 1m unter mir liegen, wurde dann am Gipfelkreuz eingeklemmt. Nach der halbstündigen Rast bei wechselnder Sicht gings wieder runter, zumal ja am Nachmittag und Abend Gewitter angekündigt waren.

Tiefblick zum Stausee, nach Osten bricht der Gipfel senkrecht ab

Blick zum Kühtaier Mittagskogel der verfehlt die 3000m-Marke nur knapp

Die nördlichen Ötztaler Alpen machen sich frei

Blick zum kleineren Kreuz

Wieder ein Ostblick

Leider recht wolkig, aber aus dem Schwülheißen Tag so viel wie möglich rausgeholt, zumal es auf 3000m ja jederzeit mal Schneien kann, auch im Hochsommer

Profil des Gipfels, fällt einem da was runter kann mans vergessen, nach Osten fällt der Berg senkrecht ab

Südblick, später zeigten sich dann doch ein paar Gletscher

Nördliche Ötztaler Alpen, der Acherkogel zeigte sich später, leider ist der mir zu schwer

Mal ein Gletscherblick, könnte der Kraspesferner sein

Wieder der Stausee

Schartenkopf (2854m)

Acherkogel-Totale

Mal ein Tiefblick Richtung Ötztal

Hochtal-Zoom, pfeift ordentlich runter

Noch ein Ostblick

Wieder mal die Ötztaler

Den kurzen Übergang zum Vorderen Gipfel hab ich später auch noch gemacht

Rückblick zum Gipfelkreuz, gut zu sehen der Scharfe Grat in dem der Gipfel liegt

Tiefblick zum Gamskogelferner, der aber wohl wenn überhaupt nur noch als Toteis unter Schutt existiert

Noch ein Gletscherblick, besonders stark vergletschert ist der nördliche Stubaier Hauptkamm nicht
7. Abstieg zum Speicher Finstertal
Nunja nach der Halben Stunde oben, gings dann runter. Der Abstieg ging erst mal auf dem gleichen Weg bis knapp unterhalb des Speichers Finstertal Für den Abschnitt hatte ich etwa 1,5h gebraucht, die meiste Zeit ging oben am Rücken drauf, da man im Blockwerk immer aufpassen muss wo man hintritt. Kaum in den Alpinen Wiesen zurück gings schneller.

Bereits im Abstieg

Noch ein Westblick

Und wieder den Rücken hinab

Rückblick hoch

Die (Ex?)-Gletscherseen am Gamskogelferner sind wieder in Sicht

Wieder der Speicher Finstertal

Am Wasserfall angekommen, nette Wilde Landschaft dort oben

Stausee-Totale

Rückblick rauf, hab genau den Richtigen Zeitpunkt erwischt, da sich erneut Quellwolken bilden wollten

Geländeneigung

Unterhalb der Steilstufen kommt man auf Wiesengelände raus

Unten gings dann wieder am See entlang, nicht ohne ab und an mal zum Himmel zu schauen, es blieb aber bis ich unten war ruhig.

Rückblick aufs Hintere Finstertal

Am See angekommen.
8. Umrundung des Stausees
Nunja unten angekommen gings erstmal weitgehend Eben zurück. Kurz vor dem Gegenanstieg gings dann in den gesperrten Weg. Steine kamen keine runter. Den Grund hat man auch erst in der Querung gesehen. Steinschlaggefahr, vermutlich um Touristen (da sind mir einige auf der Straße entgegengekommen) abzuschrecken.

Stausee-Totale bis in die 70er-Jahre war hier ein Hochtal, das Wasser wird zur Stromerzeugung genutzt

Pirchkogel und Neunerkogel

Ausblick am See

Rückblick vom Südufer

Müsste zum Grat gen Mittagskogel und später zum Sulzkogel gehören

An der Staumauer angekommen, danach folgte ein kleiner Straßenhatscher, da ich die Tour mit einer Einkehr abschließen wollte

Rückblick am See

Seitenblick

Blick zum Speicher Längental

Und mein Abstiegsweg zur Dortmunder Hütte
9. Speicher Finstertal - Dortmunder Hütte
Nunja vom Stausee aus, gings erst mal die Straße runter, allerdings erst unterhalb des Tunnels. Dabei kommt man am im Sommer geschlossenen Graf-Ferdinand Haus vorbei, hätte die Ideale Lage gehabt. Also da solltens dort an der Grenze zum Ötztal mal lieber nach Südosten schauen. Auf der Seiser Alm, die eine ähnliche Höhenlage hat, sind auch im Sommer die meisten Schihütten für Wanderer geöffnet. Unten ging dann noch ein kleiner, aber netter Pfad zur Dortmunder Hütte weg, natürlich nahm ich den um endlich zur verspäteten und verdienten Einkehr zu kommen!

Rückblick zum Tunnel

Am Graf-Ferdinand-Haus vorbei, schade, dass die nur Winterbetrieb haben, läge praktisch am Weg und relativ Aussichtsreich

Kühtai mit Pferden, der Abstieg über die Straße ist recht langweilig

Rückblick zur Staumauer

Unten gehts an Zirben vorbei, darüber müsste der Neunerkogel sein

Und in den Pfad hinüber zur Hütte

Einen Fussballplatz auf 2000m hab ich auch noch nie gesehen, bisher

Der Übergang zur Dortmunder Hütte ist jedoch nett, fast eben auf etwa 2000m entlang, danach ein kleiner Abstieg

Gemütlich die Schipisten querend, bis man 20min später bei der Hütte ist
10. Einkehr
Nach der Tour erstmal vor die Dortmunder Hütte, leider löste es langsam aus und nachdem eine sehr heftige Quellung drüber zog in die Hütte geflüchtet. Hatte da richtig Wetterglück gehabt. Auch die Wirte waren sich ob des Wetters nicht sicher. Aber ausser einigen Tropfen blieb es im Kühtai vorerst trocken. Danach gings nur noch zum Auto zurück und back home.

Das sah nicht gut aus, bin deswegen als das näher kam in die Hütte. Weiter östlich löste das tels üble Unwetter aus

Pause!

Genusshalbe, bin dann mit 3 Bier raus+dem Zirben von der Brotzeit

Vor der Tür zog es rum, es kamen aber nur ein paar Tropfen an

Blick rauf zur Hohen Mut, das Hotel gegenüber ist im Sommer zu, wie die meisten in Kühtai

Hütten-Totale, DAV Hütte aber mit dem Auto erreichbar, also eher ein Berggasthof oben auf einer Passhöhe

Städtischer Rückweg, 10min später war ich auf dem Heimweg

Traße 4KSB/B Hohe Mut

Wieder das Hotel Alpenrose, sry. aber das Gebäude gefällt mir ned, da ist vor allem der Schweinchenrosa Anstrich passt da gar ned hin, im Schnee fällts ned auf, aber im Sommer

Gegenverkehr, die wurden gerade in den Stall getrieben.

Tja hier hieß es erst einmal warten, bis die Kühe durch sind
Facts:

GPS-Track
Aufstieg: 1100m (gesamt)
Abstieg: 1100m (gesamt)
Strecke: 16,2km
Gehzeit: 7 Stunden
mFg Widdi

