1. Anstieg zur Hinhagalm
Tja nach 2-Stündiger Anfahrt, gings gleich mal direkt Richtung Rudersburg. Allzuviele Höhenmeter wurden es nicht, am Ende schlug die Tour mit knapp 1000hm zu Buche. Ein guter Teil verläuft jedoch auf Almstraßen. Zur Rudersburg muss man obwohl die Wetterfahne sehr nahe ist, erstmal noch ein Stück absteigen, bevor man nochmal 200hm zum eigtl. Gipfel investieren muss.

Start gegen 8:15 am Parkplatz

Blick zum Unterberghorn, die Bahn war dort auch bereits im Sommerbetrieb

Tja nach 1,5km Fahrweg, endlich ein schmaler Pfad, leider immer noch zu Breit für meinen Geschmack

Die meiste Zeit ist man im Wald unterwegs, erst weiter oben wirds intressanter

Tja die Hinhagalm ist in Sicht, leider nicht bewirtschaftet, da muss man schon zur Nahringalm (am WE geöffnet) oder noch weiter zur Edernalm gehen, oder gleich in beide (hab ich so praktiziert)

Blick hoch zur Wetterfahne, die liegt jedoch noch knapp eine Stunde entfernt.

Blumen bei der Hinhagalm

Ausblick aus 1000m Höhe, danach gings aussichtsreich hoch zur Wetterfahne. Die höhere Kampenwand verstellt oben den Flachlandblick.

Wild hab ich keins gesehen auf der Tour, dafür Nutzvieh: zum Einen Rinder, später kam ich an Schafen vorbei.

Weitere Blumen

Ein Ausblick auf dem Weg hoch zur Wetterfahne.
2.Hirnhagalm - Wetterfahne
Nach einer Stunde Anstieg, gings an der Alm vorbei, zur Wetterfahne. Dort wurde es dank des Föhns später sehr warm, zumal ich höchstens bis auf 1430m unterwegs war. Gegen 9:30 war es aber noch erträglich. Zunächst muss man quer am Südhang hoch, bevor man später auf dem Kamm heraus kommt. Der Weg wird kaum von der Almwiese weg endlich schmäler.

Talblick nach Kössen, bereits 450m tiefer.

Fernsicht Richtung Hauptkamm, dort liegt noch reichlich Schnee

Das könnte abgesehen vom Moped auch in einen Heimatfilm passen.

Tiroler Ache und Kössen tief unten, die Wanderung selber ist landschaftlich nett.

Staffenberg und dahinter der Kaiser, dazu passend Kaiserwetter. Die Fernsicht ging an dem Tag bis zum Bayerwald (hat man am Horizont erkennen können)

Landschaft in dem Bereich, leider dank Südausrichtung schnell warm.

Wegverlauf Richtung Wetterfahne

Am Kamm angekommen, hier war man dann auch erstmal aus dem prallen Südhang raus

Nochmal der Kaiser, später konnte man auch zum Geigelstein schauen, leider versperren höhere Gipfel den Blick nach Norden

Südostblick, von der Aussicht her sind die beiden Gipfel trotz bescheidener Höhe recht nett.

Flachlandblick an der Hochplatte vorbei. Am Horizont konnte man mit bloßem Auge den Bayerwald erkennen.

Ostblick, müsste Richtung Hörndlwand sein
3. Schlussanstieg zur Wetterfahne
Am Kamm angekommen, gings dann immer ziemlich gerade bis zum Gipfel, der wirklich eine Wetterfahne als Gipfelkreuz besitzt. Von Kössen aus war ich etwa 2 Stunden unterwegs. Für den 2. Gipfel in der Runde, die höhere Rudersburg muss man ab Wetterfahne noch eine weitere Stunde einplanen, dank eines Zwischenabstiegs. Den Weg würde ich bis zum Gipfel als T2 bewerten, die Rudersburg ist etwas schwerer (Stellen T3)

Zuerst wieder etwas Flora, könnte eine Schneeheide sein, daneben

Wegverlauf auf 1200m

Nette Landschaft in dem Bereich

Wieder das Unterberghorn, steht auch auf der Sommerliste

Die Wetterfahne ist in Sicht, samt ungewöhnlichem "Gipfelkreuz"

Oben, Blick rüber zur Rudersburg. Sieht nah aus, man ist aber erstmal noch eine gute Stunde bis zum Gipfel unterwegs.

Blick hinter zum Geigelstein
4. Auf der Wetterfahne
Schon auf der niedrigen Wetterfahne hat man eine recht gute Aussicht über den Kössener Talkessel und ins Flachland. Bei der Rudersburg ist die Aussicht ähnlich, allerdings sieht man zusätzlich noch die vorgelagerte eigtl. Geigelsteingruppe. Wenn man bedenkt, dass der Gipfel keine 1300m hoch ist hat man relativ viel Ausblick. Nach einer Viertelstunde Rast gings dann noch die eine Stunde zur Rudersburg hoch. Danach gings am Kamm entlang. Witzigerweise muss man nachher erst auf eine 1350m hohe Kammerhebung, um dahinter erst einmal zu einem Sattel abzusteigen.

Südblick vom Gipfel

Unten die Spitzen des Staffenbergs, der wiederum der Wetterfahne vorgelagert ist.

Zahmer Kaiser, dahinter das Inntal und in der Ferne müssten entweder die Zillertaler Alpen sein oder das Karwendel, kenn mich in diesem Teil der Chiemgauer nicht so aus.

Totale der Wetterfahne

Tja sieht zwar nah aus, aber direkt käme man ab dem Buckel vorne nur mit Kletterei hoch, der eigtl. Aufstieg geht von hinten auf die Rudersburg.

Kontraste zum Kaisergebirge, hat man so auch nur, wenn man die Tour im Frühjahr macht.

Wieder die Rudersburg

Unten sieht man die Naringalm, da gings dann später noch hin.

Wegverlauf

Sehr nett dort durch, später fand ich dann noch ein paar Schafe unterwegs.
5. Abstieg zum Sattel
Witzigerweise muss man erst auf den Südhang der Rudersburg hoch, um danach noch ein Stück abzusteigen. Dort ist dann auch die sumpfige Stelle. Da hätte es mich trotz neuer Sohlen fast hingelegt. Die Stege sind allerdings auch schon recht morsch. Naja muss man nicht unbedingt im Abstieg haben, die feuchte Stelle hatte ich zum Glück bereits im erneuten Anstieg.

Auf dem Vorbuckel, hier gehts erstmal nicht hoch, dafür bietet der Berg von hinten einen ganz netten Aufstieg.

Mischwald auf 1340m Höhe

Idyllische Ecke dort und wenig los

Blick rüber ins Kössner Kar

Zahmer Kaiser unten das ehemalige Schigebiet Staffenberg, leider vor 15-20 Jahren geschlossen worden, wäre ein gutes Familienschigebiet gewesen.

Tiefblick zur Edernalm, dort hab ich dann später meinen Absacker gemacht

Und Schafe, die wissen auch wo man einen netten Ausblick hat, waren sogar einige Lämmer dabei

Mal aus der Nähe, die liessen sich aber mal gar nicht stören

Totale der Schafherde

Ab hier gings erstmal Bergab.

Zahmer Kaiser

Immer dem Pfad nach, man verliert etwa 100hm

Fast im Sattel, man kann auch von der Schlechinger Seite hoch zur Rudersburg

Tja hier gehts dann im Wald nach oben
6. Schlussanstieg zur Rudersburg
Tja unten angekommen ist man noch 200hm vom Gipfel weg. Der Abschnitt hoch ist der Anspruchsvollste der Tour. Im oberen Bereich muss man durchaus mal zupacken, daher absolutes T3-Gelände. Dafür wird man oben mit einem für einen so niedrigen Gipfel netten Ausblick belohnt. Dort blieb ich dann erstmal eine Halbe Stunde oben.

Aufstieg im Wald, oben wird der Pfad dann endgültig zum Steig.

Auf halber Strecke sieht man mal aus dem Wald raus

Blick ins Kaisergebirge hinüber

Und zum etwas höheren Wandberg hinüber. Die gehören jedoch alle zur gleichen Gruppe

Gipfelkreuz in Sicht

Blick ins Kössner Becken vom 1430m hohen Gipfel.

Ostblick mit einigen potenziellen Gipfelzielen, auch wieder Marke Schmankerl vor der Haustür (in die Chiemgauer fahr ich auch nur höchstens 2 Stunden. eher weniger)

Rückblick zur Wetterfahne
7. Gipfelrast
Tja oben angekommen blieb ich erstmal einige Zeit am Gipfelkreuz, später hab ich dann den eigtl. höchsten Punkt noch kurz aufgesucht, der sich wenige Meter dahinter erhebt. Gibts aber in der Ecke öfter, dass das Kreuz tiefer als der eigtl. Gipfel ist. Schon die Kampenwand nebenan ist dafür ein Beispiel. Auch beim Hochfelln liegt die Kapelle höher als das Gipfelkreuz, ebenfalls in der Ecke. Nach einer Halben Stunde gings dann an den Abstieg, den hab ich Hauptsächlich über Almstrassen erledigt.

Kaiserblick von der Rudersburg

Und über den eigtl. Gipfel zum Geigelstein

Leider war es fast zu Heiss an dem Tag, fast 30°C in Kössen, dank Föhn.

Hochplatte und Flachlandblick, ist die einzige Stelle, bei der man ins Flachland schauen kann

Blick in die Steinberge hinüber

Zoom in die noch verschneiten Hohen Tauern

Zoom auf dne Hauptkamm, daneben das Unterberghorn

Flachland-Zoom

Kampenwand und stark besuchter Gipfel, war eine Sektionstour des DAV (Mühldorf)

Tiefblick nach Kössen (589m)

Pano zum Hauptkamm

Kontraste, dem Restschnee konnte man beim Abtauen zuschauen

Nochmal der Geigelstein, der fehlt mir in der Ecke auch noch

Nordwestblick

Müsste der Hochgern sein, wenn ich mich nicht täusche: Mit dem hab ich auch noch ein Hühnchen zu rupfen.

Blick vom eigtl. Gipfel. Das Kreuz liegt etwas tiefer.

Danach gings zum gemütlichen Teil der Tour über, nämlich runter zur Naringalm.
8. Abstieg zur Naringalm
Tja kaum vom Gipfel ab, hatte ich entschieden nicht nur die Edernalm aufzusuchen, sondern da am WE ebenfalls offen gleich noch die nett gelegene Naringalm mitzunehmen. Den minimalen Gegenanstieg nach der Einkehr nahm ich dann trotz Hitze in Kauf. Auf der Naringalm wurde vor einigen Jahren mal der Bergdoktor gedreht. Uriger als dort geht echt nicht. Ab dem Gipfel musste ich leider den gleichen Weg nehmen, gibt nur den einen. Der Rest verlief dann auf Fahrwegen.

Rückblick zum Kreuz

Aussicht Richtung Kaiser, im Sommer kann man die Tour jedoch vergessen, besser im späten Frühjahr oder aber im Herbst!

Geigelstein, auch in dieser Gruppe gibts einen Breitenstein, ka ob der im Bild zu sehen ist

Zahmer Kaiser, oberhalb 1700m fand man an dem Tag noch einigen Schnee

Urwüchsige Pfade dort hinten, was anderes als die Autobahnen, die ich später unter den Schuhen hatte.

Wieder im Sattel zurück

Sehr auffällig der Mischwald in der Ecke

Rückblick zur Rudersburg. Dort gabs allerdings nie eine Burg

Wieder der Zahme Kaiser

Zwischenziel in Sicht.
9. Auf der Naringalm
Tja an der Naringalm angekommen war die gut Besucht. Jeder Gast bekommt übrigens einen Schnaps aufs Haus, von Kids mal abgesehen. Tja ich hatte später sogar 2, da wohl nicht richtig kommuniziert wurde, dass ich schon einen hab. Die Alm ist übrigens mit Bedienung und die Speisekarte ist auf Dialekt und Hochdeutsch. Von einem älteren Ehepaar bekam ich dann den Tipp mit dem Kalten Braten. Die Brotzeit war so reichlich, dass die mir bis zum nächsten Tag gereicht hat. Das Klo ist auch nett, Plumpsklo mit Ausblick.

Pause! Später hatte ich auf einmal 2 Schnaps, da die Wirtin vergessen hat, dass ich schon einen hatte, sehr sympathisch, leider kann man da per ÖPNV nur schlecht hin

Ausblick

Und die Brotzeit: Mächtig! da machen andere 2 Portionen draus.

Tiefblick auf Kössen 550hm tiefer

Genusshalbe, die 1.

Ausblick zum Staffen hinab

Genusshalbe die 2. Danach gings dann noch zur Edernalm runter. Dort war ich dann aber nur was Trinken.

Ausblick nach Süden in die Tauern, sehr nett gelegen die Hütte, obwohl nur auf 1150m

Blick rüber zum Unterberghorn, das ist heuer noch fällig.
10. Naringalm - Edernalm
Nach der ausgedehnten Pause, gings dann nochmal ein Stück bergauf, bevor es dann über Fahrwege zur Edernalm ging. Dort hab ich dann noch eine Pause gemacht. Auch eine sehr nette Hütte, aber kommt vom Urigkeitsfaktor nicht mal annähernd an die Naringalm ran. Die Edernalm geht eher als Alpengasthof durch. Auf 900m Höhe gelegen war es dort mir fast zu warm, auch Nachmittags noch (26°C im Schatten) Der Abstieg selber eher monoton, aber immerhin mit einem guten Ausblick für einen Fahrweg. Unten gings dann noch in die Edernalm zum Absacker, wurde auch wieder länger. Da ich auf dem Weg runter quer durchs LSAP musste, hab ich natürlich länger gebraucht. Die Tour war mit 2x Einkehren und einer kurzen Inspektion der alten Schlepper-Talstation erst gegen 18:30 zu Ende.

Staffenberg und das letzte Ziel des Tages

Nochmal das Unterberghorn das Niederhausertal ist auf jeden fall mal dran, ka ob im Auf- oder Abstieg das muss ich mir noch überlegen

Die Rudersburg vom Fahrweg aus: Klarer Fall von: "klein aber oho"

Dank lichtem Wald sieht man ab und an nach Kössen runter, bis man dort ankommt kann man ab Naringalm 1,5-2h einplanen

Wegverlauf, das frische Grün der Laubwälder fällt auf

Und im unteren Bereich

Rückblick hoch zur Naringalm, darüber durchaus markant die Rudersburg, obwohl die nur 1432m hoch ist.

An der Wenzenalm vorbei, leider nicht mehr bewirtet

Und der Absacker trotz 2 Aperitivs hab ich da noch einen Enzian für die Verdauung gebraucht, so deftig war die Brotzeit an der Naringalm.

Rindviecher trieben sich dort auch rum
11. Endgültiger Abstieg
Nunja nach der Einkehr, gings dann auf Fahrwegen runter bis zum Auto. Unterwegs dann noch an der alten Schlepper-Talstation vorbei geschaut. Vom ESL fand ich kaum noch was vor, den hat man gründlich abgetragen. Der muss jedoch unten am dzt. geschlossenen Staffenhof los gegangen sein, aber da steht nix mehr. Nach einer Stunde mit kurzer Talstations-Inspektion (SL) war ich am Auto.

Ausblick bei der Edernalm, der ESL endete dort in der Nähe

Ein Rückblick auf die beiden überschrittenen Gipfel, ist immerhin ein 2000er geworden (2 Gipfel >1000m hintereinander)

Rückblick zur Hütte, ihre Schihüttenvergangenheit kann die nicht leugnen, die Naringalm oben ist eine richtige Alm.

Hinten müsste mal der SL hoch gegangen sein. Die Pisten sind, da auch heute als Almwiesen genutzt noch erkennbar

Das Gebäude vorn hab ich noch untersucht, die alte Talstation des Staffenbergschleppers

Blick ins Alte Kassenhäuschen, nur noch Unrat da drin

In den Heizraum konnte man, leider nur noch ein paar Schilder drin, darunter auch ...

... dieses hier, dürfte ein Relikt vom ESL sein, Schaukeln geht am Schlepper ned

Alte Talstation des SL, reichlich vergammelt, klar hier geht schon mindestens 15 Jahre nix mehr

Der Restabstieg geht meist an den alten Abfahrten entlang, war dann auch schnell gekillt.

Unten links könnte mal die Talstation des Zubringer-ESL gewesen sein, nix mehr zu sehen.

Und Feierabend!
Facts:

GPS-Track:
Aufstieg: 970hm
Abstieg: 970hm
Strecke: 14,5km
Gehzeit: 5,5 Stunden
mFg Widdi

