1. Bergfahrt auf die Seceda
Nachdem ich gegen 9:20 mit dem Bus in St. Ulrich angekommen bin, noch kurz überlegt übern Raschötz, was aber wg. der Tiefen Wolken keinen Sinn machte oder zur Seceda, die aber bis ich oben war auch in Wolken war. Tja was bleibt da noch über eine Hüttentour. Als Ziel hab ich ab Seceda dann die Brogleshütte gewählt. Die hat auch ein haariges Stück dabei, die Steile Panascharte und halt die Möglichkeit eines Übergangs zum Raschötz. Davor wurde ich leider von der Seceda-Bar erwischt, hab aber da nur einen kleinen Frühschoppen gemacht (die kennen mich dort gut, bin da im Winter immer zum Absacken, wenn ich bis St. Ulrich durch fahr) Knapp unter der Bergstation auf der Seceda oben (2450m) hat man aus der Gondel raus Murmeltiere gesehen, warum die sich gerade direkt unter der Seilbahn einnisten, keine Ahnung.

Morgens kurz vor Halb 10 in Ladinien

Auf der Luis-Trenker Promenade

An der Talstation angekommen, mal ein Blick rauf in die anderen Ortsteile, danach gabs einen sehr kurzen Frühschoppen an der Seceda-Bar

Und ein Sprung hoch zur PB, die ebenfalls im Sommer fährt, die untere 8EUB ist eher lang und flach

Rückblick zur Talstation, es geht stützenlos bis rauf auf die Seceda, ein Ausläufer der Geislergruppe, dessen Südhänge Almgelände sind die Nordseite ist steil und felsig

Tja die Wolken kamen später rüber, leider war dann die Sicht versaut

Kurz vor der Bergstation dann das, eine ganze Murmeltierkolonie, die sich unterhalb der Gondel eingerichtet hat, ok viele sind da im Bau gewesen, 2 waren draussen

Zoom, die liessen sich nicht stören

Tja kaum oben kam auch schon die Wolken, aber zum Glück blieb es bis zur Talfahrt auf der Raschötzseite trocken. Lediglich mit der Sicht war es dann vorbei

Wetterspielereien
2. Seceda-Bergstation - Panascharte
Oben angekommen gings, wg heranziehender Wolken nicht bis zum Gipfel. Das Panorama von dort hatte ich letzten Winter mehrmals genossen, da man per 4KSB Fermeda fast direkt zum 2518m hohen Gipfel kommt. Das sind lediglich 2-3 Minuten Fussweg ab der 4KSB, von der Bergstation aus mit etwa 10-15min auch nicht lang. Bin dagegen unterhalb direkt zum Einstieg in die Panascharte, die es durchaus in sich hat im Abstieg, vor allem bei leicht feuchten Verhältnissen.

Tja die Wolken waren schneller

DSB Catores und 4KSB Fermeda

Blick zum Picberg, nachher war alles oberhalb 2300m in Wolken

Rückblick zur Bergstation, danach gings auf etwa 2400m weiter zum Einstieg in die Panascharte

Nebelschwaden auf den Almen am Südhang

Mittlerweile auch die 4KSB Fermeda unterquert

So hier gehts dann in den Nebel runter zur steilen Panascharte, danach war der (Wolken)Vorhang zu und zwar bis auf weiteres.

Hier gehts rein, gleich zu Beginn etwas Kraxelig, zwar keine Kletterei aber sehr steiles Gelände.
3. Abstieg durch die Panascharte
Am Einstieg zur Scharte gehts erstmal ordentlich steil und erdig runter, da hats mich, da es recht feucht war erstmal etwas gelegt. Nix passiert zum Glück, der Weg nach unten ist aber durchgehend recht anspruchsvoll, im Gegensatz zum Spaziergang vom Vortag. Ab und an gibts sogar klettersteigähnliche Stellen. Bei dem vorherrschenden Nebel und der Feuchte nordseitig recht abenteuerlich gewesen. Bei weitem noch nix wildes, aber einen T3er kann man da bereits vergeben. Weiter unten wird's aber wieder leichter.

Kleiner Nahblick in die Felsen, zeigt gut wie steil es runter geht

Geländeneigung, echt heftig, durch den Nebel sieht man nix, muss das also irgendwann mal bei besserem Wetter wiederholen

Schaut im Nebel noch düsterer aus als es ist, ein paar Schneereste hab ich am Rand auch noch gefunden, von einem Kälteeinbruch einige Tage zuvor, der bis Südtirol durch ging

Weiterer Verlauf, es folgen versicherte Stellen und Holztreppen in einer sehr schmalen Schlucht

Im Mittelteil ist es etwas breiter, es geht in steilen Serpentinen runter, später recht nett zwischen den Felsen hindurch, Wandertechnisch T3, der Rest der Tour war aber einfacher (T2)

Rückblick zur oberen Steilstufe, hier hatte ich schon die halbe Scharte durch, ist mit dem oberen Pic getauscht, dass tiefer unten entstand

bei schönem Wetter sähe man Puez- und Geislergruppe, jedenfalls muss ich die Tour bei besserem Wetter wiederholen.

Begrenzte Aussicht zur Broglesalm, der Rest ging auf einem angenehmeren pfad runter zur Brogleshütte

Zwischenziel in Sicht

Geländeneigung, nach Süden ist die Seceda zahm, nach Norden fällt sie in steilen Felswänden und Rinnen ab

Man sieht bereits den Weiterweg, aber das dauert noch eine Weile

Dazu ein nebliger Ausblick Richtung Villnösstal
4. Panascharte - Brogleshütte
Ab etwa 2200m ändert sich das Gelände deutlich, es wird flacher und auch wieder bewaldeter. Später konnte ich vond er Hütte mal den ganzen recht würzigen Abstieg aus der Panascharte sehen. Im unteren Teil wird das Gelände deutlich flacher und angenehmer. In der Hütte blieb ich dann erstmal eine Weile. Leider ein Schönheitsfehler, es gibt bloss kleines Bier, naja sinds halt ein paar Löschzwerge mehr geworden. Die Lage der Hütte ist jedoch sehr nett und ab der Brogleshütte hat man mehrere Varianten. Entweder via Broglessattel nach St. Ulrich zurück oder zum Raschötz, die Variante hatte ich danach gewählt.

Wolkenspiele an der Fermeda

und nochmal, hat auch seinen Reiz

Wegverlauf unten

Die Scharte selbst ist noch in Wolken

Richtung Puezgruppe wirds auch etwas klarer, aber von Schönwetter kann keine Rede sein, war eher halbscharig

Blick hoch, ins Steilgelände

Später war der Raschötz mal frei, später zog es dort zu und kurz vor der Talfahrt gabs erste Tropfen

Ab hier waren es nur noch wenige Minuten bis zur Einkehr

Gegenanstieg zur Hütte, waren aber nur mehr 50hm

Ausblick

Und nix wie rein in die Brogleshütte, die ich kurz danach erreicht hatte

Rückblick in die Felsen, später wurde die Sicht nochmals besser
5. Einkehr auf der Brogleshütte
Nunja Mittags war ich dann in der Hütte, dort gabs erstmal eine längere Rast, bevor ich später langsam mal Richtung Raschötz aufgebrochen bin. Durch das instabile Wetter, hab ich mich später für die Variante per Seilbahn entschieden. Zu Fuss wäre per Cuecenatal auch gegangen, aber ich hab der Bewölkung nicht getraut. Zurecht, nach einer kurzen Sandwichlage kamen bereits erste Tropfen, richtig geregnet hatte es erst in der Nacht auf Montag.

Ziel erreicht, ich ging aber lieber rein

Pause!, ok war schon etwas später, wie man an dem Schnaps sieht, nach dem Essen halt

Zwischendurch mal raus und raufgeknipst, da sich die Wolken etwas verzogen hatten

An der Fermeda hing noch was rum, haute aber dann auch ab. Grau in Grau bliebs leider trotzdem

Blick zur alten Broglesalm, die Brogleshütte daneben ist neuer

Wolkenspielereien, fast intressanter als Sonne satt, die hätte ich auf der Tour aber lieber gehabt

Blick rüber in die Panascharte, kaum zu sehen von der Hütte aus, aber es geht irgendwo zwischen den Felswänden runter
6. Brogleshütte - Raschötz
Nach der ausgedehnten Einkehr gings bis zur Raschötz zurück. Unterwegs kommt man, falls man ab der Flitzer Scharte absteigt mit einigem Auf und ab an einer weiteren bewirtschafteten Hütte vorbei. Die gemütliche Cason-Hütte liegt ja direkt am Weg. Ab dort gings dann leicht bergauf zur Raschötzbahn, leider ist der alte ESL seit einigen Jahren durch eine Standseilbahn ersetzt. Bei dem eher schlechtern Wetter an dem Tag kam mir die Gondel jedoch grad recht.

Rückblick zur Hütte, der reinziehende Nebel heisst im Grödnertal meist eines: Wetterverschlechterung, hatte das im Winter schon ein paar mal, danach hats nur wenige Stunden gedauert bis es geschneit, bzw. im Sommer geregnet hat

Seitenblick

Am Broglessattel

Wieder die Seceda, von der ich gekommen bin

Ab hier gings erst auf einem Fahrweg, später auf einem Pfad zum Raschötz weiter, durchwegs leicht, im Vergleich zur Scharte selber fast schon ein Spazierweg

Blick rüber zum Langkofel, bzw. dem Teil, den man davon unterhalb der Wolken sieht

In der Flitzer-Scharte, danach bin ich noch bis zur Casonhütte weiter

Blick zum Monte Stevia, auch ein noch zu rupfendes Schlechtwetter-Hühnchen für mich

Blick über die Raschötzer Alm, den Innerraschötz kann man über Wiesenhänge erreichen, den Ausserraschötz über gemütliche Pfade

Abstieg zur Casonhütte, bereits wieder unter der Baumgrenze, die in der Region bei etwa 2200m liegt

Und wenig Später ist man bei der Casonhütte, die ist klein und gemütlich. Dort gabs dann den Ersten Absacker, bevor es wieder ins Tal ging. Das Wetter liess nur eine Hüttentour zu
7. Talfahrt und Rückweg nach Kastelruth
Nunja bei der Casonhütte gings erstmal auf einen Absacker hinein, allerdings folgte wieder im Tal unten noch ein zweiter Absacker in meiner Stammkneipe in St. Ulrich im Terrazza und da musste ich mich direkt loseisen, um nicht ganz zu versacken. Ok das Lokal ist eher unscheinbar, war früher mal der Bahnhof zu Zeiten der Grödnerbahn, aber gut, vor allem findet man da drin meist Einheimische Gäste. Naja meinen Bus zurück hab ich grad noch geschafft. Abends ging aber nach 4 Einkehrschwüngen nicht mehr viel, Kaum vom Abendessen zurück war ich in der Falle und vor 7:30 nicht mehr ausserhalb davon zu sehen.

Und Pause, leider wieder mit Löschzwergen, wurde es halt wieder eins mehr

Ausblick von der Hütte, danach war es nur noch ein Katzensprung zur Raschötzbahn

Blick hinter zur Sella, man sieht nur die Hälfte

In der Hütte, gemütlicher gehts ned, hat nur 2 größere Tische drin und eine nette Terasse, dazu nur 3min vom Lift weg

Rückblick zur Alm im Winter geht direkt hinterhalb die Schiabfahrt von der Raschötz zur Seceda-Mittelstation hinüber

In der Seilbahn, vom Ausblick her wäre mir der alte Lift lieber gewesen, aber bei dem Wetter war die Standseilbahn auch ok

Auf der Talfahrt, unten bin ich dann noch in meine Stammwirtschaft rüber

Wieder im Ort zurück, hier das Concordia (da war ich noch nie drin, vllt. probier ichs mal im Winter aus)

Und noch ein Absacker, mit einer Südtirol-Halbe Forst, (0,4l, aber besser eingeschenkt als eine Durchschnittshalbe hierzulande) was anderes kriegt man da nur selten.

Rückweg zum Bus, das Adler Resort (5*) nimmt sehr viel Fläche ein in dem eher eng bebauten Ort

Antoniuskirche und eine Schneekanonenskulptur. Ist sicher eine Kunstinstallation, das wechselt öfter mal

Naja das ist ned meins sowas, da gefallen mir die Eisskulpturen, die immer in meinem bevorzugten Schi-Reisezeitraum (Mitte-Ende Jänner) in der Fussgängerzone ausgestellt sind besser.
Facts:

GPS-Track
Aufstieg: 200hm
Abstieg: 600hm
Strecke: 17,7km, davon 10,7km zu Fuss
Gehzeit: 3,5 Stunden
mFg Widdi

