Auf dem ersten Bild sieht man bereits den Granatbrunnen. Dieser Brunnen wird so genannt, weil in der Gegend früher der rote, böhmische Granat abgebaut wurde. Um diesen Brunnen, und natürlich den Tillenberg (Dylen) ragen sich auch viele Sagen. Dieses Wasser gelang über Umwege in die Elbe, und dann in die Nordsee:

http://www.vfmg-weiden.de/wob/wob236.htm
Nur ein paar Meter nach der Quelle, ist es schon ein kleiner Bach geworden. Das Zweite und Dritte Bild ist ein Blick ins Herz der Quelle. Die Quelle entspringt ungefähr auf 830 müNN, auf der deutschen Seite. Knapp 5m unterhalb der Tschechischen Seite:



Weiter entlang der Grenze. Ganz sporadisch stehen auch Schilder auf bayrischer Seite. Natürlich schön vermost, denn sauber macht die Schilder eh niemand mehr. Auch die Natur blüht auf über 830 m Höhe:


Direkt an der Grenze, wieder auf der bayrischen Seite steht eine Stattliche Buche. Mit etwas Fantasie, sieht der Baumstamm ganz interessant aus. Man sieht aber auch, die imposante Größe des Baumes. Der hat schon viele Gewitter und Stürme überstanden, ohne Schaden zu nehmen. Zum Schluss noch ein Bild in die Krone des Baumes. Wirklich beeindruckende Dimensionen:



Vorbei noch an der Stelle, eines ehemaligen Kohlenmeilers, direkt an der Grenze:

Kommen wir nun, zum ältesten natürlichen Grenzmal der Region. Es ist der Königsstein. Wahrscheinlich diente dieser Grenzstein bereits seit dem Jahr 1109 als Grenzmarkierung! Wir befinden uns nun auf exakt 785,3 müNN. Darauf sind die Markierungen der deutschen Seite schön zu sehen. Aus dem Jahre 1844, aber auch die Jahreszahl 1739 findet man darauf. Auf dem letzten Bild wieder die DB-Markierungen:

Auf diesem Bild sieht man folgende Zahlen. Die Zahl 1844 zeigt wieder das Jahr der Grenzziehung Bayern – Böhmen. Die Zahl 225 ist auch eine Markierung der Grenze zwischen Bayern und Böhmen. Das Kleeblatt mit den runden Blättern, soll ein Zeichen der Kaiserin Marie Theresia gewesen sein. Der Pfeil rechts neben den Zahlen, zeigt den weiteren Grenzverlauf. Man sieht mittig unten noch die 3, dürfte also die Markierung 18N13 sein. Das N soll für Napoleon stehen, der nach der Völkerschlacht bei Leipzig im Herbst 1813 auf der Flucht hier gerastet haben soll:

Auf diesem Bild die Jahreszahl 1739. Diese Zahl weist den Stein als Mittelpunkt des heiligen römischen Reiches, deutscher Nation aus:

Und hier noch das D/B für Deutschland / Bayern, und 9/2, die Grenzmarkierung. Es ist der zweite Stein zwischen den Hauptpunkten 9 und 10:

Hier wieder ein Link mit zusätzlichen Informationen dazu. Dieser Stein ist 350 Millionen Jahre alt. Ebenfalls die Erklärung zu den ganzen Jahreszahlen und Markierungen auf dem Stein:
http://www.neualbenreuth.de/tourismus/s ... stein.html
So, dies war der dritte Teil der Wanderung, wieder mit etwas Weltgeschichte. Sogar Napoleon ist durch diese Gegend gezogen. Nun geht es noch ein paar 100 Meter entlang der Grenze. Bis dort hin, wo einstmals die Schutzhütte gestanden war. Von dort hat man dann Einblicke nach Tschechien, bzw. nach Eger und zum Stausee vor Eger. Zwar ist der Einblick nicht riesig, aber man kann sich den Blick schon vorstellen, als damals die Bäume etwas kleiner waren.
Vielleicht gefällts ja doch noch jemanden....
Grüße
Markus




