nach dem Tauwetter im alten Jahr, setzte ja pünktlich zu Neujahr eine erneute Abkühlung, bis in den Dauerfrostbereich, ein. In der Neujahrsnacht gab es noch dichten Nebel. Am Morgen war der Nebel verschwunden und es gab Hochnebel. Die Temperatur ging immer weiter zurück, und gegen kurz vor 11 Uhr setzte Dauerfrost ein. Die vorhandenen Wasserpfützen bekamen auch bereits Ihre kleine Eisschicht. So entschloss ich mich, mal eine kleine Wanderung zu unternehmen. An diesem Tag ging es in den Egerer Wald, hinauf zum „Alten Herrgott“. Es ist eine alte Kapelle, in einem Waldstück. Dort oben trug ich mich auch gleich noch in das Besucherbuch ein. Zwischendrin konnte ich noch ein paar Bilder machen, die ich jetzt mal einstellen möchte.
Das erste Bild entstand hinter Griesbach auf 690 müNN. Dort oben lag immer noch Schnee vom 29sten Dezember. Dazu noch Nebel und ein frischer Wind aus Osten. Dort oben hatten wir ungefähr –2°C.:

Das nächste Bild entstand auf der Fahrt zum Egerer Wald. Diese Forststrasse ist für den Verkehr freigegeben. Natürlich fahren dort aber nur einheimische rum, denn auswärtige wissen das nicht. Dort lag immer noch Schnee vom Dezember, der durch den Frost nun ein Eispanzer wurde:

So, nun bin ich nach kurzer Wanderung an der Kapelle angekommen. Auch dort liegt immer noch Schnee, der das Tauwetter um den Jahreswechsel überlebt hat. Auch relativ viel Regen konnte dem Schnee nichts anhaben. Dort oben befinden wir uns genau auf 709 müNN.:


Ein Blick in das Innere der Kapelle. Die Kapelle ist ganzjährig geöffnet !:

Hier noch ein paar zusätzliche Infos zum „Alten Herrgott“:
Sie steht an einer Wegkreuzung und soll im Jahr 1676 durch Capitän - Leutenant Magnus Bartls nach einem Gelübde erbaut worden sein.
In seiner Not rief er den „alten Herrgott“ an und gelobte den Bau einer Kapelle, wenn dieser ihn aus dem Wald herausführe. Daraufhin sei ihm ein weißer Hirsch mit einem Licht im Geweih erschienen, der ihn aus dem Wald geführt habe.
Quelle: http://www.wikipedia.de
Von der Kapelle aus geht es in 6 Richtungen zum Wandern. Ich entschloss mich für den kerzengeraden Weg in Richtung Westen. Durch den Frost, verwandelte sich der Schneematsch von Sylvester in einen Eispanzer. Im Wald lag immer noch Schnee von Ende Dezember. Der Wald sieht dort überall so aus, ist ein etwas raueres Klima dort. Auf diesem Weg geht es von 709müNN bis auf 750 müNN nach oben:

Da dieser Wald nicht mehr sehr intensiv bewirtschaftet wird, stehen auch ein paar Baumstümpfe mit rum. Man sieht, dass auch in totem Holz noch Leben stecken kann:


Und hier steht noch ein ganz alter Baumstumpf. Aber auch and diesem ist noch Leben. Und solange ich mich zurückerinnern kann, steht der Baumstumpf dort oben rum:


So, das war dann der erste Bericht von mir im neuen Jahr 2010. Zwei Tage später war ich noch mal unterwegs, ein kleiner Bericht wird folgen. Mal schauen was das Vb ähnliche Tief uns so mitbringt über das Wochenende.
Anmerkungen sind wie immer gerne willkommen.
Viele Grüße aus Nordbayern
Markus





