dieser Bericht handelt von der gewittrigen Front am 22sten Mai. Dieser Tag startete mit einem kleinen Niederschlagsgebiet. Während es andernorts schon Gewitter gegeben hatte, sah es nach einem ganz harmlosen Tag aus. Nach dem Regen kam die Sonne heraus und es fühlte sich alles doch recht schwül an. Dann frischte der Wind auf und die Wolken blähten sich immer mehr auf. Auf dem Radar konnte man eine sich bildende Gewitterlinie sehen, die auch uns treffen sollte. Leider bin ich zu spät da gewesen, und ich konnte das Band nicht in voller Pracht knipsen. Zu Hause da,, zog der Eisschirm über uns hinweg, und dunkelte die Landschaft langsam ab. Die Hauptgewitteraktivität war nordöstlich, und dann am Grenzkamm dank erneuter Hebung. Es sollte das 11-te Gewitter des Jahres 2009 gewesen sein.
Hier die Estofex Prognose von diesem Tag. Wir lagen mal wieder am Rande vom Level 1 Gebiet, womit ich am Vortag gar nicht gerechnet hatte bei dem trüben Tagesbeginn mit leichten Regen:

Quelle: http://www.estofex.org
Hier das Sounding von Kümmersbruck um 12Z. Knapp 600 CAPE und ein CINS von praktisch 0 bot eine gute Grundlage. VTOT von 26K auch nicht gerade stabil. Der K Index lag auch in einem guten Bereich:

Quelle: http://weather.uwyo.edu/upperair/sounding.html
Hier dann die Bilds-Karte von 14 Uhr. Man sieht schön das gewittrige Band was uns dann die damalige milde Luftmasse komplett in den Süden gedrückt hatte:

Quelle: http://www.blids.de
Als letzte Vorabinformation das Regenradar von Wetteronline. Zu dem Zeitpunkt hatte die UWZ auch Warnungen der Stufe Rot im Landkreis:

Quelle: http://www.wetteronline.de
So nun zu den paar Bildern die ich noch machen konnte. Beginnen möchte ich mit ein paar Impressionen. Die Quellwolken schossen in die Höhe und der flotte Wind brachte noch etwas Dynamik rein. Der Wind sollte mir aber beim möglichen Bilder machen einen Strich durch die Rechnung machen:



So, endlich kommt das gewittrige Band näher. Ich schaffte es aber nicht mehr rechtzeitig, von daher gibt’s wie gesagt keine Panoramaansicht. Durch den strammen Wind zog das Band einfach viel zu schnell:


Die sich nun ausbildende Böenfront. Leider nicht sehr gut zu sehen. Auf dem zweiten Bild sieht man den hinteren Teil der Front, wo es nicht gewittrig gewesen ist:


Auf dem ersten Bild noch einmal die Böenfront. Zu Hause dann zog diese über uns hinweg und die Fractus waren sehr dynamisch. Ach ja, sorry für den kleinen Flieger da, der sollte eigentlich nicht drauf


Die letzten Bilder zeigen dann die Unterseite vom Eisschirm. Auf dem ersten Bild sieht man die Unterseite, auf dem zweiten Bild sieht man dann auch schön den Niederschlagskern in nordöstlicher Richtung. Das letzte Bild zeigt den 770m hohen Berg gegenüber. Dort entwickelte sich ein neuer kleiner Gewitterherd, der dann nach CZ abzog:


Insgesamt gab es ein paar schöne Entladungen und kurzzeitig stärkeren Regen. Leider war die Hauptaktivität wieder nicht direkt bei uns. Die ganze Linie bewegte sich dann in den Süden von Bayern und brachte dort noch Blitze und Regen.
Hoffe die Bilder sind einigermaßen Ok. Wie gesagt, leider schaffte ich keine Panoramaansicht.
Viele Grüße
Markus





