1. Aufstieg zum Bärenlahner unterer Teil
Nunja eigtl. bin ich zu spät los, so dass ich die Tour erst gegen 9:00 beginnen konnte, somit war keine Chance vormittags oben anzukommen. Man muss ja aus dem Falzthurntal erstmal mit mindestens 4 Stunden Aufstieg rechnen, davon 2,5 nur bis zum Bärenlahnersattel hoch. Zunächst geht's flach in das Hochtal hinein, bevor es erstmal bis 1500m steil im Wald hinauf geht. Oberhalb geht man dann über Alpine Wiesen und durch Geröll zum Sattel.

Blick hoch zum Tagesziel, eigtl. wollte ich früher loslaufen, aber wie immer zu spät weggekommen, naja bis 13:15 hatte ichs auch hoch geschafft, schneller als beim Kramer neulich.

Flach geht's hinein, nach wenigen Metern wird der PFad durchwegs recht steil, wäre nach SAC-Skala T3, T4 ist dann das obere Drittel

Sieht nah aus, sind aber 800hm, bis zum Sattel, bis zum Gipfel muss man 1300hm vernichten.

Blick zur Schaufelspitze hinauf, der ist nur weglos erreichbar

Durch den Wald geht's hinauf, danach folgt ein landschaftlich schöner Abschnitt

Wegverlauf unterm Bärenlahner, für den Gipfelanstieg hab ich später sämtliche Sachen weggepackt, da der volle Konzentration erfordert.

Diverse Pflanzen am Weg, die intressanteren folgten erst oben am Bärenlahner

An der dunklen Stelle ist eine Quelle, der Gipfel selber ragt ab dort noch immer über 1000hm auf

Wand-Totale, man muss aber nur im oberen Stück traversieren, das geht in leichter Kletterei (I)

Wegverlauf im Wald

Immerhin markiert, hier ein verwachsener Abschnitt

Blick rüber zur Hochnisslgruppe

Die Kette geht dann bis zu den Laliderer Wänden weiter und ragt stellenweise 2600m hoch auf

Nochmals das Sonnjoch, auf dem Anstieg hats mehrfach gekracht, entweder Jäger oder größere Steinschläge

Auf etwa 1400m kommt man bereits in Wiesengelände, ungewöhnlich tiefe Waldgrenze, selbst für den Nordseitigen Anstieg, Latschen findet man auch nur bis ca. 1700m vor

Die Passage über der Quelle, hier braucht man schon ein wenig Trittsicherheit.
2. Mittlerer Anstieg zum Bärenlahner
Nunja nach einer knappen Stunde, gings dann durchgängig Steil durch die Wiesen bis hinauf zu einer Geröllhalde. Dort waren einige Steinböcke unterwegs, samt Jungtieren. Die haben sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen. Weder durch laute Geräusche, noch durch querende Wanderer. Unterwegs dann auch ein, zwei Steinschläge gesehen, die aus den Felswänden oberhalb des kleinen Hochtals kamen, allerdings weitab des Pfads

Blick auf die Gegenüberliegende Talseite

Wegverlauf, sieht nah aus, waren aber bis zum knapp 2000m hohen Sattel immer noch über 500hm

Schaufelspitz-Totale aus der Wand rechts fielen mehrmals Steine herab

Letzte Latschenfelder, auf der Südseite des Sonnjochs steigen die deutlich höher hinauf (bis auf knapp 2000m)

Mal ein Blick die imposante Westwand hinauf

Und zu den bröseligen Wänden östlich des Tals, hier hatte ich später einen deftigen Steinschlag gesehen

Blick rüber zum Rauhen Knöll

Wieder die Gegenseite, da das Bärental sehr kurz ist, Bären gibt's dort aber schon seit über 100 Jahren nicht mehr, kommt das öfters

Hier hielt sich noch ein Schneerest, auf etwa 1800m, wohl aus Lawinen gespeist, der war locker 2m hoch

Ab hier gings durch Wiesen hinauf, manchmal auch auf einem schmalen Rücken zwischen den Felswänden

Wegverlauf, direkt hochalpin wenn man die Höhenlage bedenkt (bin auf etwa 1600m unterwegs gewesen)

Im Geröllfeld oben fielen mir Tiere auf, das musste ich dann natürlich ASAP inspizieren

Von oben kaum erkennbar, einige Minuten später dann die Sichtung.
3. Steinbocksichtung
Tja nach dem Anstieg hatte ich auf 1700m Tiere entdeckt, die aber definitiv kein Weidevieh waren. Eine Alm gabs dort noch nie, also kanns nur Wild sein. War Steinwild. Sowas zu sehen erfordert entweder viel Glück oder einen wenig frequentierten weg. Einen alten Bock hab ich jedoch nicht entdeckt, es handelte sich um Geißen mit Jungtieren.

Da rührt sich was, waren Steinböcke, wenn auch hauptsächlich Weibchen

Noch ein paar Tiere, Murmeltiere sah ich auf dem Weg nicht, aber ein paar mal hab ich welche gehört.

Wer findet die Tiere?

Die ließen sich nicht stören

Felsen rundrum und vor allem ist der Pfad sehr naturbelassen, daher sieht man auch gern mal Wild

Zoom die Herren waren nicht auffindbar, werden sich wo anders rumgetrieben haben

Tiefblick ins Falzthurntal, auf 1180m beginnt der Anstieg.
4. Auf dem Bärenlahnersattel
Nach der kurzen Fotopause bei den Steinböcken gings den steilen Restanstieg zum Bärenlahner hoch. Oben hatte ich dann wider erwartens noch haufenweise Edelweiß vorgefunden, komischerweise nur auf der Schaufelspitz-Seite, auf der Sonnjochseite nicht. Aber dafür richtige Prachtexemplare. Die findet man nur selten. Ganz oben am Sonnjoch wächst kaum etwas, dafür hat man auch bei diesigem Wetter ein nettes Panorama.

Kurz vorm Sattel, hab wg. des steilen Schlussanstieg bis zum Bärenlahner nicht mehr angehalten

Wieder der Rauhe Knöll, diesmal aus 1900m gesehen

Auf dem Sattel hat man einen netten Blick in die Eng hinab

Direkt rechts davon ragt die Schaufelspitze auf, samt senkrechten Wandfluchten

Der Weiterweg geht dann über den tw. ausgesetzten Nordostgrat hinauf zum Gipfel

Edelweiss gegen die Eng, während der Pause bemerkt, dass ich versehentlich welche zerdrückt hab (nicht gesehen)

Makro, kam aber wenig später noch besser. Hab am Bärenlahner erstmal eine Viertelstunde pausiert, da sehr nett gelegen

Gamsjoch-Zoom, der Gipfel ist vom Charakter ähnlich und sogar noch leichter ersteigbar, obwohl er mit 2452m durchaus relativ hoch ist (T3)

Die Eng mit dem Vorkarwendel dahinter

Laliderer Wände, davor der bequeme Südwestrücken des Sonnjochs

Edelweiss-Overkill. 18! Stück auf einmal zu sehen ist schon ein ziemlicher Glücksgriff.

Nochmal ein Kitschbild, die sehr nett gelegenen Edelweiss von eben, hier standen aber nur 5 Stück beieinander

Noch ein Ausblick, danach gings den anspruchsvolleren Teil Richtung Gipfel. Hab im Verlauf dann sämtliche Attachments verstaut, dass ich mich voll auf den Anstieg konzentrieren kann.
5. Schlussanstieg Teil 1
Nunja die 1,5h brauchte ich ab Bärenlahner nicht, es hat etwas länger gedauert. Die 15min, die ich schneller am Bärenlahner war, hats durch die Anspruchsvolle Route hoch länger gedauert. Teile das deswegen auf 2 Abschnitte, den vorm Grat und den auf dem Grat.

Blick die Schaufelspitze hinauf

Beginn des Anstiegs, erst sanft, später wird's geröllig, aber nie wirklich schwer. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind jedoch Vorraussetzung!

Tiefblick in die Eng hinab, ebenfalls 800hm tiefer

Ausblick am Kamm, ist allerdings nur an wenigen Stellen ausgesetzt

Rückblick an der Schaufelspitze vorbei

Gamsjoch und Laliderer Wände

Wegverlauf, bei der Geröllhalde kamen zuerst GPS und Geldbörse in den Rucksack, später auch die Cam

Blick rüber zum Achensee, hier bereits 1200m tiefer

Nochmals die Eng, es geht dann aussichtsreich hoch, allerdings braucht man volle Konzentration, da der Pfad zwar markiert aber durchwegs in Absturzgelände verläuft

Sieht unersteigbar aus, ging aber

Rofan mit dem Achensee auf 2150m beginnt der anspruchsvolle Teil der Tour und zieht sich bis oben durch

Da lang, die Geröllhalde dahinter kostet viel Zeit, die Kletterei oberhalb davon ist jedoch Genusskraxeln im I. Grad

Meine persönliche Schlüsselstelle, die steile Geröllreise, durch die man zum eigtl. Grat hochsteigen muss
6. Schlussanstieg Teil 2
Nunja kaum aus den Wiesen raus, gings zur Sache. Hab da natürlich an relativ sicheren Stellen immer wieder pausiert. Grad bei einer Anspruchsvollen Tour ist Hetzerei Gift, will ja unbeschadet hoch und wieder runter kommen. Da nehm ich mir dann lieber mehr Zeit und steig langsam auf. Trotz der diesigen Wetterlage haben sich die 1300hm Anstieg gelohnt, da man trotzdem wg. der freistehenden Lage quasi einen Rundumblick vom Gipfelkreuz aus hat.

Nach dem Geröll kommt man an diesem Gratturm raus, eine leichtere Strecke ging da nicht, den Turm überklettern wäre schwerer

Rückblick zur Schaufelspitze, ab 2200m geht's am Grat zum Sonnjoch hinauf

Weiterer Wegverlauf, bzw. welcher Weg, die bestmögliche Route durch den Fels ist markiert, einen richtigen Pfad gibt's dort oben nur noch sporadisch

Auf 2300m nochmal zum Achensee geschaut

und in die Eng

Pfadverlauf, immer der Markierung nach, bei Nässe oder Nebel gilt Finger weg!

Ausblick vom Grat, sehr nette Kraxelei, man sollte sich jedoch nicht vom Panorama ablenken lassen, kann böse enden.

In der Flanke

Tja fast oben, das Gipfelkreuz ist dem höchsten Punkt vorgelagert, auf 2453m, der höchste Punkt liegt 100m weiter auf dem Rücken und auch nur wenige Meter höher (ca. 5m)
7. Gipfelrast
Oben angekommen, erstmal eine Stunde Pause gemacht. Leider fand ich morgens die Kühltasche nicht, so dass es leider kein Gipfelbier gab, das wäre die Krönung gewesen. Hatte ja morgens noch mit einer anderen Tour in der Ecke überlegt, mich aber dann kaum am Achensee trotz des späten Aufbruchs (8:55) fürs Sonnjoch entschieden und den richtigen Riecher gehabt.

Oben angekommen, später kam nach und nach eine Alpenvereins-Gruppe hoch

Tiefblick zum Achensee, den sieht man durch die freistehende Lage sehr gut und der liegt rund 1500m unter mir

Südostblick

Hinterautal-Vomper-Kette und die Lamsenjochhütte

Die Eiskarln daneben folgen die Laliderer Wände

Rauher Knöll, Rofan und Achensee aus 2453m Höhe

Zoom Richtung Hochnissl hinüber

Tja auch den Hintertuxer sieht man im Zoom, trotz nur mäßiger Sicht, bei herbstlich klarer Luft kann man tw. über 100km weit ins Land schauen, diesmal reichte es nur zu ca. 50km

Tiefblick in die Eng, leider war es etwas bewölkt, der Vortag wäre besser gewesen, aber leider Arbeit

Laliderer Wände, genialer Ausblick, auch wenn einige höhere Gipfel ums Sonnjoch herum liegen, aber die sind zum Glück auf Abstand

Rofan und Achensee von oben

Blick rüber in die Voralpen, bei Kaiserwetter sähe man locker bis München hinüber

Allerdings sind auch die Nahblicke sehr nett

Z.B: zum Hochnissl hinüber, wenn ich mich nicht täusche

Ausblick vom eigtl. Gipfel zum Gipfelkreuz, das wenige Meter vorgelagert steht

Laliderer Wände vom eigtl. Gipfel aus, danach gings bergab

Rofan, Achensee, Rauher Knöll und der Kreuzgipfel des Sonnjochs vom eigtl. Gipfel aus gesehen

Den gemütlichen Weg gings dann hinab, samt Hütte auf ca. halber Strecke des Abstiegs.
8. Abstieg zum Gramaialm-Hochleger
Nach der langen Gipfelrast, gings dann so schnell wie möglich Richtung Hütte. Unterwegs aus Eile eine Wurzel übersehen, so dass es mich einmal hingelegt hat. Zum Glück ist dabei nix passiert. Naja ein blauer Fleck war die Folge, aber zum Glück passierte das im Abstieg in gutmütigem Gelände. Nordseitig hätte das schwerere Folgen gehabt. Kaum an der Hütte gabs dann später doch einen kleinen Schauer, hab halt einfach den Platz gewechselt. Der Spuk war aber nach 10 Minuten vorbei, so war ich bis gegen 18:00 auf der Hütte.

Gamsjoch vom Abstieg aus

Tiefblick in die Eng, später gabs dann doch einen Schauer trotz nur 20% Schauerrisiko

Blick in die Voralpen, das zog später bis ins südlich gelegene Karwendel hinein, und wg. der entsprechend hohen Gipfel regnete es dann doch kurzzeitig, war aber nach 10min vorbei

Ausblick, bis die dunklen Wolken dort ankamen dauerte es noch. Zum Glück in bzw. vor der Hütte gesessen, da konnte man das Regenintermezzo gut aussitzen

Wieder die imposanten Lalidererwände

Der Hochnissl macht eine gute Figur

Rückblick hoch, der Südwestrücken ist vergleichsweise zahm, die Schauseite ist die Westwand ins Falzthurntal hinab

Karwendelblick, vorn die niedrigeren Vorgipfel oberhalb des Hochlegers

Rückblick rauf, von der Südseite wirkt das Sonnjoch wie ein massiger Tafelberg, von Norden und Osten wie eine Felsbastion

Sprung runter zum Gramaijoch

Hahnkampl-Totale, den müsste ich auch mal machen, obwohl er mit 2080m fürs Karwendel ein Zwerg ist

Sonnjoch-Totale, von der "schwachen" Seite aus

Ziel erreicht!
9. Einkehrschwung
Nach der mehrstündigen Überschreitung des Sonnjochs, war die Hütte genau richtig. Gegen 15:45 angekommen, kam ich da vor 18:00 nicht mehr weg. Bei mir ist die Einkehr einfach in den Absacker übergegangen. Der Abstieg zum Niederleger dauert ja lediglich eine Stunde. Ab dort gings dann noch zum Auto und Back home. Die Ausflüglerstaus waren gegen 19:45 schon durch. Die Brotzeit ging ums Verrecken nicht rein, hab jedenfalls back home nix mehr gebraucht.

Pause war Zipfer aus der Flasche

Und die Brotzeit sieht wenig aus, war aber am Ende zu viel, etwas Brot und Butter blieben auf der Strecke, kurioserweise keine 20min Später ein schwacher Schauer, trotz kaum Gewitterneigung

Das sah nicht gut aus, war aber nach 10min durch

Nach 2x Tischwechsel (erst rein, 10min später wieder raus, da der Schauer fast durch war), gabs dann den verdienten Schnaps (ist ein Honigschnaps gewesen, aber lecker)

Hahnkampl, von der Hütte wirkt er direkt hoch, ist aber mit nur 2080m ein Zwerg verglichen mit den Gipfeln im Umkreis

Die war nicht geplant, habs da oben gut ausgehalten, danach musste ich aber wg. Tageslicht runter, will ja die Stirnlampe nicht unbedingt rauskramen

Frühabendliche Stimmung, kurz danach bin ich abgestiegen und gegen 19:45 am Auto gewesen.
10. Abendlicher Abstieg
Nunja nachdem ich oben auf der Hütte etwas verhockt bin, gings den Hüttenweg hinab. Der ist durchaus steil, aber leicht zu begehen (T2) Bin dann durchs Abendliche Karwendel runter zum Niederleger, dort nicht mehr eingekehrt (nur wg. eines Toilettenbedürfnisses rein) und danach halt noch die 1,5km zum Auto rausmarschiert. Danach gings mit Tankstopp in 2 Stunden back home. Und der Abendliche Abstieg hat mir getaugt, kaum einer unterwegs, dazu einfach nur Ruhe, obwohl an der Gramaialm immer viel los ist!

Rückblick hoch zum Sonnjoch

Wegverlauf, und runter ist mir keiner mehr begegnet

Rückblick zur Hütte, man kann dort auch nächtigen, ist halt kein Hotel, nur eine einfache Schutzhütte

Blick talauswärts, da wars ca. 18:15

Wetterstimmung, da hatten die Wolken einen Vorteil

Unterwegs kommt man an einem Wasserfall vorbei und die Gegend ist landschaftlich sehr reizvoll

Karwendelgipfel auf der gegenüberliegenden Talseite

Landschaftlich reizvoll geht's zu Tal, und dazu absolute Ruhe, hat seinen Vorteil, wenn mans lang oben aushält

Blick ins Falzthurntal, zur Dämmerung war ich dann wieder am Auto

Ausblick aus 1400m Höhe, das Hotel gefällt mir nicht, passt nicht wirklich, der Hochleger ist dagegen eine urgemütliche Hütte

Abendstimmung vom Tal aus

Das Sonnjoch ist noch im Nebel, das zog aber schnell weiter

Ab hier gings nur noch flach talauswärts

Leichtes Alpenglühen, für ein gscheides fehlte später die Sonne

Raus gings auf Asphalt, aber gegen 19:20 war da auch nur noch wenig los.
Facts:

GPS-Track
Aufstieg: 1300m
Abstieg 1300m
Strecke: 12,5km
Gehzeit 7 Stunden
mFg Widdi


