1. Versuch Kienberg+Wechsel zum Edelsberg
Tja nach der recht langen Anfahrt, es zieht sich trotz recht wenigen Kilometern deutlich, gleich mal beim Milchhäusle geparkt. Dort angekommen waren es dann schon um 20°C um 9:00. Dort fand ich die Abzweigung komplett abgeholzt vor, so dass ich in dem Gelände den Weg leider nicht gefunden hatte, nach etwa 10-15min Suchen, wieder umgekehrt und den Berg gewechselt. Da es mittlerweile spät war, wurde dann eben per Kombibahn gemogelt, so wurde aus ner Wilden Runde was handzahmes, wobei ich die Alpspitze direkt über die Wiesen gemacht habe für ein wenig "Wildnis". Aber immerhin mit 3 kleinen Gipfeln garniert, auch am Kienberg wären es am Ende 3-4 Gipfel geworden.

Am Parkplatz, hat sich ziemlich gezogen da hin und dann erstmal 10min zum Milchhäusle

Zugang auf der Anfahrt sah die Waldflanke schon sehr zerzaust aus

Hier sieht man den Kahlschlag, da soll eigtl. der kleine Weg hochgehen, aber mangels Wald den Einstieg nicht gefunden, zumal auch keine Ahnung gehabt wo die Holzfäller grad am Werkeln waren

So Sprung zur Alpspitzbahn, hatte am Auto noch einige Zeit überlegt. Breitenberg, noch zu viel Schnee, also raus! bleibt Nesselwang 2 Dörfer Weiter vorn. Anstieg von unten war gegen 10:00 auch keine Option mehr, hatte ja schon fast 20min gesucht,

In der Gondel war es bereits vormittags gut warm, daher oben den Sessel genommen. Im Gegensatz zu den meisten mir bekannten Kombibahnen fährt die sowohl im Winter- als auch im Sommerbetrieb mit Sesseln und Gondeln, meist fahren die nur als Gondelbahn.

in der 2. Sektion im Sessel wars viel angenehmer, es blieb aber erträglich, zumal ich ja meist oben auf etwa 1400-1600m Höhe blieb.

Seitenblick, wäre auch mal was für einen Schibesuch im Winter, aber da müsste ich noch was 2. in der Ecke mitnehmen (Kleines Gebiet)

Oben angekommen fiel mir dann noch ein kleiner Nebengipfel auf das Kappeler Köpfel, auf den es dann ging.
2. Am Kappelköpfel+Frühschoppen
Oben angekommen fiel mir ein kleiner schmaler Pfad auf, der ging kurz vorm Sportheim Böck, wo es dann später einen Frühschoppen gab hoch. Da landet man auf dem kleinen Kappelköpfel, ein 1484m hoher Buckel mit Jagdhütte und Kreuz. Der Weg war leider so ziemlich die wildeste Stelle der Tour, aber auch kaum T3. Dank Wochentag war aber zum Glück nicht zu viel los. Allerdings später viele schlecht augerüstete Wanderer gesehen, zum Glück ist das Gelände dort harmlos.

Blick zur Alpspitze, allerdings die im Ostallgäu, später bin ich wild über die Alpwiesen hoch.

Ausblick

Hier gehts zum Höchsten Punkt mit Gipfelfels, oben eine kleine Hütte

Gipfelfels, dort ist der eigtl. Höchste Punkt und man sieht mehr als erwartet

Gipfelkreuz ausser mir ging da so gut wie niemand rauf

Und die kleine Hütte

Wieder im Abstieg, als nächstes erstmal eine kleine Einkehr

Kienberg und dahinter der BReitenberg auf den Mittigen Höhenzug wollte ich eigtl rauf

Pause!

Für mich gings dann Links vom "Alpspitzferner" hoch da lag wohl noch einiges in der Mulde, der Weg selber ginge eigentlich hinten rum, aber nix da ich will lieber Rundwege gehen!
3. Aufstieg zur Alpspitze
Tja nach dem Frühschoppen gings dann gleich rauf zu Gipfel Nr 2, den aber weglos durch die Bergwiesen angegangen. Absturzgelände ist das dort ja nicht, man kann zwar wie überall hinfallen, aber höchstens auf den Hintern. Auf meinem Spezialanstieg war natürlich kaum einer, oben war dann doch bissl was los. Will nicht wissen was da am Wochenende so alles unterwegs ist.

Rückblick zum Kappelköpfl den hat man nur wenn man nicht der Autobahn unten folgt.

Seitenblick, das Schneefeld hab ich links in der Wiese umgangen, später gabs noch eine Ausweichaktion

Südblick

Und Richtung Ammergebirge

Oben gehts dann flach am Kamm entlang, danach den Normalweg runter zum Sattel, wo es dann erst einmal aussenrum zum Edelsberg ging

Blick zum 3. Ziel der erforderte etwas mehr Schneekontakt und dazu diesmal der Höchste auf der Runde, sogar 100m höher als der ursprünglich anvisierte Kienberg aber bis Ende Juni ging heuer über 1700m noch nicht viel.

Flachlandblick

Die letzten Schritte

Oben angekommen ab Sportheim Böck war ich auf meinem "Spezialweg" 20min unterwegs, den höheren Edelsberg aber dann ausschliesslich auf markiertem Pfad gemacht, ausser die beiden Stellen wo man noch über dicke Altschneefelder musste, die wurden dann in der Wiese umgangen wo es ging.
4. Auf der Alpspitze
Tja oben angekommen erst mal eine kleine Gipfelpause, danach gings ab zum Sattel. Nach gut 10-15min Rast, wars dann Zeit den Dritten Gipfel zu machen. So kam ich dann doch zu einem Dreitausender, wenn auch hintereinander. Der Ausblick ist da sämtliche Gipfel in der Ecke bewaldet sind nicht immer uneingeschränkt. Oben war natürlich typisch Seilbahnhügel einiges los, also definitiv keine Einsame Angelegenheit.

Seitenblick, man könnte wenn man wollte dort ein richtiges Hügelhüpfen veranstalten, da es noch weitere kleinere Voralpenberg ein der Ecke gibt, die tw. sogar am selben Kamm liegen.

Talblick, leider halt eben nicht wirklich weit oben auf 1575m und der Talort unten ist auf knapp 900m

Seeblick könnte der Grüntensee sein

Netter Ausblick

Gegenüber noch tw. Schneebedeckt der Edelsberg, der kam auch noch dran, schwerer als T2-3 ist die Tour diesmal nicht gewesen

Danach gings erst mal an den Abstieg.
5. Alpspitze- Alpspitzsattel - Edelsberg
Nach der Gipfelpause, gings dann erst mal runter in den Sattel. Dort waren dann auch noch ein paar Schneefelder, die konnte man aber umgehen oder kurz darauf abrutschen um wieder zum Lift zu kommen. Manche schlecht ausgerüstete Wanderer kamen da etwas ins Rutschen, tja Halbschuhtouristen eben oder noch Schlimmer in Sandalen Auf dem Weg rüber zum Edelsberg wars dann erst einmal ruhiger, da das Herdentier Mensch immer den Kürzesten weg nimmt, bin aber stattdessen von hinten rauf und vorn runter.

Rückblick zum Kreuz, sieht alpiner aus als es ist, vom hinteren, steileren Weg aus gesehen

Blick Richtung Jungholz, denke ich mal

im Sattel

So nächstes Ziel, bin allerdings nicht direkt hoch sondern erst einmal um den Berg rum und von hinten rauf, Runter dann per Normalweg

Talblick

Hier musste man über Schnee, war aber gut ausgetreten, Einbrüche hatte ich erst knapp 2 Wochen später am Kirchberg, aber zum Glück nie tiefer als nen Halben Meter

Noch 2x drüber, oben gabs dann noch ein Schneefeld, das hab ich dann lieber umgangen

Und drüben, hier kann man z.B: nach Jungholz rüber

Talblick zum Falkenstein und nach Pfronten

Das war die Nervigste Stelle, ka wie hoch die Wechte noch war, sicher 2m bin dann aussenrum in der Wiese hoch

Kienberg mal wieder

Südwestblick zum Allgäuer Hauptkamm

Blick zum Sorgschrofen, sieht auch ganz nett aus

Blick rüber nach Pfronten

Im oberen Bereich des Aufstiegs

Und oben hier war grad erst Frühlingsanfang, sieht man am Gras, aber gut liegt ja auch auf 1600m

Und am Pavillion angekommen dort sollte eigtl. eine Berghütte hin die hat man aber am Aggenstein gebaut

Oben angekommen
6. Auf dem Edelsberg
Oben angekommen erstmal eine weitere Gipfelrast, diesmal etwas länger, später dann sich einen Weg runter ins Tal ausgesucht. Am Ende ging es nicht über den Wasserfallweg sondenr über Maria Trost ins Tal. Hatte ja nur eine Bergfahrt auf beiden Sektionen gelöst, da ich ja an eher heißen Tagen lieber möglichst hoch starte und dann ganz absteige. Oben war gut was los, leider auch viele mit weniger guter Ausstattung, aber ist auf Bergbahngipfeln ja leider öfter so.

Blick zur Alpspitze hinüber am Edelsberg ist das Panorama begrenzt.

Gipfelkreuz

Südblick

Alpspitze und Restschnee der ist aber mittlerweile unter 2000m so ziemlich weg, zum Glück, aber mit Anfang Juli recht spät

Blick rüber Richtung Aggenstein

Plattform am Gipfel, das Pavillion ist ein paar Meter tiefer

Meist sieht man am Berg nur Bäume

Bereits im Abstieg, 2-3x musste man noch durch Schneefelder durch mit passender Ausrüstung aber kein Problem
7. Edelsberg - Kappeler Alpe
Vom Gipfel gings dann vorn runter, dort war natürlich Altschneebedingt noch hin und wieder ein Schneefeld zu queren, die meisten gingen aber gut. Das letzte bot sich dann zum Abrutschen an, knieschonend, aber in Wanderschuhen ned ganz einfach, manche gehen da aber mit Halbschuhen hoch und Runter, was gar nicht geht. Am Ende gings dann Richtung Maria Trost und erst einmal auf die Kappeler Alp, dort gabs dann das 4. Kreuz, das ist aber auf einem Hügel nahe der Hütte, wo es erst einmal eine längere Einkehr setzte. Gegen Abend gabs dann doch einzelne Gewitter, aber nix wildes.

Wegverlauf tw. ein Bächlein, aber mit guter Ausrüstung problemlos gewesen

Blick runter zum Sportheim Böck, von der Schneelage eher Mai wie Juni

Erste Quellungen, hat später zu einigen Gewittern gereicht, aber da war ich dann eh schon im Tal

Blick zur Alpspitze, offensichtlich hat die nix mit der Alpspitze bei Garmisch am Hut, aber gibts ja öfter dass es mehrere Berge mit dem gleichen Namen gibt

Beim Sattel angekommen auf dem Schneefeld hatten welche mit Sandalen zu kämpfen! Mit Bergschuhen kein Problem, die waren gleich abgehängt

Zur Kappeler Alp hiess es dann erstmal 20min auf Fahr- und Wirtschaftswegen spazieren, der Abstieg nach Maria Trost war zum Glück wieder mehr Bergpfad als Fahrweg

Runter da ca. 15min später kommt man an der Hütte raus

Rückblick auf den Kappelkopf, dass der Aussicht hat sieht man von unten kaum

Ziel anvisieren!

Pause Schäffler-Bräu aus Missen-Wilhams nen kleiner Ort in der Gegend

Und die verdiente Brotzeit das war mehr als genug für den Rest des Tages

Gedeck, wär da fast verhockt, da konnte man es recht gut Aushalten bei angenehmen Temperaturen (Um 20°C auf 1300m)

Hütten-Totale, danach gings über Maria Trost hinab. Heißt ja Leib und Seele, der Leib war schon bedient die Seele noch nicht.

Neuschwanstein-Zoom, sah man nur bei genauem Hinsehen

Säuling

Das Kreuz nebenan musste auch noch dran glauben, aber das ist nur ein kleiner Hügel neben der Hütte

Eigtl. wollte ich vorher weg aber bei der netten Lage dann doch noch ein Bierchen, danach wars aber Zeit weiterzugehen.
8. Kappeler Alp - Maria Trost
Nach der doch ausgedehnten Einkehr, gings dann via Maria Trost ins Tal. Von der Kappler Alpe aus geht man erstmal auf einem Pfad in den Wald hinab und kommt genau bei der Wallfahrtskirche raus, leider war der Zugang zum Kirchenschiff versperrt, man konnte zwar hinein aber dann nur durchs Eisentor schauen. Respekt an die Erbauer, die da vor über 300 Jahren alles hochgetragen haben. Die Kirche wurde allerdings vor kurzem Renoviert, daher ist das Holz am Kirchturm noch kaum verwittert. Gelegentlich finden dort auch Messen statt aber man steigt halt erst mal eine Stunde aus dem Tal hoch, wenn man schnell ist.

Blick vom Hüttengipfel, die Kuppe liegt nur wenige Meter entfernt, aber bei nur 3m relativer Höhe kein echter Gipfel nur nen Aussichtspunkt

Talblick

Kaum von den Alpwiesen herunter gehts erst mal in den Wald. Der Steig geht recht zügig hinab und auf Halber Strecke runter kommt die Kirche in Sicht

Ausblick aus einer Lichtung heraus

Idylle und komischerweise kaum andere Wanderer, die blieben alle im Bereich der Bergbahn hängen, dabei ist der Steig mit T2 eh recht einfach

Wieder im Wald, auf der nächsten Lichtung kommt man zur Wallfahrtskirche

Angekommen die wurde kürzlich restauriert.

Schön gelegen der Bau, daneben ist noch eine Einsiedelei aber die ist noch in der Renovierung wie ein Gerüst beweist

Drin leider durchs Eisentor geknipst

Einsiedelei und die Kirche das Ensemble ist ein Barockbau über 350 Jahre alt

Totale und schön gelegen man kommt nur mit einem ca. Einstündigen Fussmarsch vom Tal aus hin. Der Kreuzweg, den ich danach begangen habe (umgekehrt) ist aber auch sehr schön mit diversen winzigen Kapellen nicht nur Kreuzen

Liegt versteckt im Wald drin und man geht ca. eine Stunde vom Tal aus hinauf auf Pfaden.
9. Abstieg von Maria Trost
Nach einer kurzen besichtigung des Ensembles gings dann auf dem Kreuzweg ins Tal. Auffällig man läuft an 14 gemauerten Stationen vorbei, später kommt auch noch eine kleine Kapelle mitten im Wald. Der Weg selber hat so einige Treppen und ist einfach zu begehen. Unten muss man noch ein Stück durch Felder bis man wieder an der Talstation angekommen ist. Die Stationen sind keine Kreuze mit Bildern sondern richtige kleine Kapellen und auch sicher schon ein paar Hundert Jahre alt.

Bereits am Kreuzweg, bin den aber umgekehrt gegangen also von oben kommend

die Stationen sind eher als winzige Kapellen ausgebaut, nicht als Marterl wie sonst üblich

Im Wald steht noch eine Kreuzigungskapelle der Umweg ist aber nur sehr kurz die hab ich mir auch noch angesehen

Mittig Jesus am Kreuz und daneben die Eltern betend, ka wie alt die Kapelle ist aber Respekt was die da vor Jahrhunderten da alles hochgetragen und aufgebaut haben, lange bevor es Kräne oder Helikopter gab.

Der Weg selber geht tw. durch Wald tw. über Wiesen hinab

Intressanter Baum am Weg mit Wucherungen

Eine der Stationen Massiv gebaut und mit Text, also ein Zwitter aus Marterl und Kapelle

Man ist immer im Wald unterwegs zum Glück, war ja an dem Tag schon recht warm

Unten angekommen quert man das Schigebiet

Hier steht noch eine kleine Kapelle etwas schief aber halt auch schon ein paar Hundert Jahre alt

Unten angekommen es quillt, später gabs dann ein paar wenn auch nicht allzu heftige Gewitter

Noch ein Feierabendbier, danach gings erst einmal zum Tanken ins nahegelegene Tannheimer Tal und back Home

Da braute sich was zusammen gab später ein paar Gewitter, aber nix wildes, nur mit Starkregen

Die Zelle meinte es ernst man sieht bereits Fallstreifen, aber der Weg zum Auto war nicht weit kaum 5km weiter schüttete es schon.
Facts:

GPS-Track
Aufstieg: 300m
Abstieg: 850m
Strecke: 9,2km
Gehzeit: 4 Stunden (gemütlich)
mFg Widdi

