1. Bergfahrt und Abstieg zur Wildalm
Nach der problemlosen Anfahrt in gut 2 Stunden, gings erst mal per Gruppenbahn hoch. Leider nie einen guten Platz erwischt und dazu ein recht später Tourbeginn (9:30), zum Vergleich die Bergtouren davor und danach gingen deutlich früher los, meist so gegen 8:00-8:45 Zuerst muss man ein Stück absteigen, bevor der eigentliche Anstieg auf den Wildseeloder beginnt. Immerhin ist dank Liftunterstützung bereits ein Start auf 1640m Höhe möglich.

Tiefblick aus der Bahn, ein besseres Bild ging nicht, hatte in der 25 Jahre alten Gruppenbahn immer einen Platz irgendwo in der Mitte der Gruppe.

Das Tagesziel ist in Sicht, ursprünglich war noch ein zusätzlicher benachbarter Gipfel geplant.

Ohne sowas kommt wohl keine Seilbahnunterstützte Tour aus, Pano-Liegestühle, aber ein netter Blick in die Loferer Steinberge

Ausblick zum Wilden Kaiser, bin hier in den Mittleren Kitzbühler Alpen unterwegs

Das Wildseeloderhaus ist in Sicht, bis man dort ankommt, dauert es noch eine knappe Stunde

Blick hoch zum Marokka-Gipfel, warum der eigenartige Name, keine Ahnung, geht aber nicht so leicht her wie die höheren Nachbarn

Die Wildalm ist in Sicht, der Gegenanstieg wartet zum Schluss noch ein 2. mal

Die Hütte heb ich mir für den Absacker auf, leider gabs später einzelne Schauer, daher fiel der Absacker nur kurz aus.
2. Wildalm -Wildseeloderhaus
Nach der relativ flachen Querung rüber zur Wildalm, gings an den Anstieg, diesmal mit bis zum Gipfel lediglich 560hm eher wenig, fiel mir aber wg. angeschlagener Gesundheit schwerer als sonst. Immerhin waren die Temperaturen mal halbwegs erträglich, bei maximal 28°C in den Tälern. Der Ausflug wäre eh beinahe an der Sommergrippe gescheitert. Beim See musste ich erst mal eine kurze Pause machen, bevor es auf den recht steilen Anstieg zum Wildseeloder ging.

Rückblick zum Lärchfilzkogel

Ausblick am Anstieg zur Hütte, ist durchaus recht steil, aber technisch leicht (T2)

Blick in den Wildalmkessel, hier wurde nix erschlossen, allerdings ziemlich gutes Schigelände, nur wie man da vom Lärchfilzkogel hin käme

Pfadverlauf, wird allerdings wg. der Seilbahnnähe viel begangen

Ausblick nach Norden

Die Hütte ist in Sicht

Blick rüber zur Platte (1906m)

Oberhalb der Almregionen wird's etwas alpiner, allerdings meist gutmütiges Gelände

Tiefblick vom Sattel

Und ein Blick auf den Wildsee

Hier gehts zum Wildseeloder, hab das als Umrundung gemacht, ohne Henne
3. Gipfelanstieg bis zum Grat
Nach der kurzen Pause am See gings auf recht steilem Pfad hoch zum Wildseeloder, mit 2119m der höchste Gipfel im Wandergebiet rund um den Lärchfilzkogel, also relativ niedrig. Landschaftlich kann die Ecke was, da man nach Norden immer wieder in die Kalkalpen schauen kann. Zunächst bin ich den netten leider südexponierten Hang hoch zum Kamm, danach über den drüber bis zum Gipfel, der auf 2119m liegt.

Pfadverlauf, die felsigen Stellen sind kein Schiefer, sondern Dolomit

Henne (2078m) mit Wildsee, die wollte ich eigtl. auch mitnehmen, dies aber aus gesundheitlichen Gründen verworfen, die rennt mir ja nicht weg

Zwischen den beiden Felsen geht der Steile Pfad rauf

Blick zur Ostflanke, irgendwann muss ich die Tour in verlängerter Version wieder machen, man kann aber ggf. auch direkt auf dem Grat gehen.

Seitenblick, der zeigt für einen "Grasberg" ganz schön Zähne, man muss aber nicht an den Fels

Ausblick zwischen den Felsen, reicht bis in die eigtl. Zentralalpen hinein

Die netteste Stelle, unschwierig aber recht spektakulärer Ausblick zwischen den Felsen, ab der 2000m-Marke folgt man dem Kamm.
[imghttp://i.imgur.com/NViq9rU.jpg][/img]
Tiefblick nach Fieberbrunn, 1200-1300m tiefer, musste aber nur 650hm davon zu Fuss machen (gesamt)

Pfadverlauf, aussichtsreich, leider bei Hochsommerlicher Fernsicht, also eher mäßig

Nordblick aus etwa 2000m

Blick runter zum See, nur 160m tiefer, wirkt aber durch die Felsen spektakulärer
4. Schlussanstieg
Oben am Kamm gings dann direkt weiter, bis man zum Gipfel kommt. Zum Teil hat das Gelände durchaus eine ordentliche Steigung, das sieht man von unten nicht direkt, obwohl man die Flanke im ganzen Anstieg zur Hütte sieht. Oben am Gipfel war es recht windig und viel Platz hat man oben auch nicht, trotzdem eine knappe halbe Stunde oben gerastet.

Wieder ein Ausblick, grob nach Norden

Ostblick mit dem auffälligen Marokka-Gipfel

Diesiger Südblick zum Hauptkamm

Am Kamm

Kaiserblick

Buchensteinwand-Totale, ist mit ihren 1462m verglichen mit den umliegenden 2000ern ein Zwerg

Nochmal der Hauptkamm, wenige Meter später stand ich oben am Wildseeloder

Ostflanke des Wildseeloders, vom Charakter ähnelt er mit den breiten Flanken dem Kellerjoch bei Schwaz, ist auch geologisch ähnlich, allerdings eine andere Gebirgsgruppe

Marokka und Henne, beide kann man auch als Rundtour über dem Wildsee machen, ersterer geht nur als "wilder" Weg oder per Klettersteig

Oben angekommen
5. Gipfelrast
nach gut 2 Stunden kam ich oben am Gipfel an, wg. Sommergrippe langsamer als sonst. Oben gabs dann ein nettes Pano in Alle Richtungen, da der höchste Gipfel rund um den Wildsee, alle anderen sind niedriger. Oben war einiges los, aber im Vergleich zum Säuling neulich direkt leer. Am Gipfel gibts nur ein einfaches Kreuz, das auf der Henne ähnelt dagegen dem am Plattkofel in Südtirol, die Frequenz ist aber ähnlich hoch. Später gings über die Ostflanke zurück zur Hütte.

Ausblick in die Kitzbühler Alpen, das meiste sind Grasberge

Ausblick vom Wildseeloder

Kaiserblick, die ganzen Streben gehören zum recht windschiefen Gipfelkreuz

Tiefblick zur Wildalm auf 1570m, 550m tiefer.

Tiefblick zum Wildsee, der ist "nur" 270m tiefer

Wieder der Hauptkamm

Blick in die Loferer Steinberge

Marokka, Wildsee und Henne von oben

Ausblick zum Gebra (2065m) und zum Bischof (2127m)

Zoom zum Hauptkamm

Und nochmal die Henne, muss die irgendwann zum Wildseeloder dazu mitnehmen

und der kleine aber giftige Marokka im Detail, der ein Vorgipfel der Henne ist

Noch ein Talblick, danach gings über die Ostflanke runter
6. Auf der Ostflanke
Nach der Gipfelrast, gings wieder runter, diesmal über die Ostflanke, somit wird eine komplette Umrundung des Wildsees möglich. Alternativ kann man unten auf schmalen Pfaden am See entlang. Hab mich jedoch für oben rum Entschieden und danach länger auf die Hütte.

Blick in die Ostflanke, da gings nun lang

Pfadverlauf mit Gebraranken

Felsformationen am Ostgrat

Seeblick

Nochmal die Henne von der Flanke aus unten links kann man die Hütte erkennen

Pfadverlauf

Auf dem Kamm

Der See kommt noch öfter, der Weg geht genau in der Flanke

Wildsee, dahinter die Steinberge, die Hütte ist mein nächstes Ziel, ursprünglich hätte es die Henne als zusätzlicher Gipfel werden sollen

Hier gabs noch ein paar Schneefelder, aber die sind sicher mittlerweile weg.

Blick zur Hütte, ist aber noch etwa eine halbe Stunde Marsch

Rückblick zum Anstieg

Die Hütte hat eine nette Lage, direkt mit Blick in die Loferer Steinberge

Blick nach Süden

Wegverlauf nahe der Seenieder
7. Seenieder - Hütte und Einkehr
Bei der Seenieder, gings dann gleich zur Hütte weiter, ursprünglich hätte es zusätzlich die Henne sein sollen. Dort blieb ich dann erstmal einige Zeit. Der Abstieg ging ab Hütte wieder über den selben Weg zurück zur Gondelbahn. Die Einkehr war recht lang, währenddessen zog es zu, hielt aber noch bis ca. 16:15 durch.

Hütte und See von der Seenieder aus

Aufstiegs-Totale

Und der bisherige Abstieg

Standardbild, wenn auch von etwas Höher gesehen

Der Kamm zum Wildseeloder

und die schön gelegene Hütte selbst

Rückblick zum Gipfel

Am See

Und Pause: 2 weitere Bier und ein Bergsteigeressen (Gröstl) kamen noch dazu.

Bei der Hütte gibts noch ein winziges Museum zur Geschichte der Hütte und eine Kapelle, hier im Museum, nach wenigen Minuten ist man durch, das ist in nem Nebengebäude.

Ausserdem gibts eine genauso kleine Kapelle neben der Hütte
8. Talabstieg
Gegen 15:00 gings dann auf den Abstieg zur zuvor links liegen gelassenen Wildalm. Das Wetter hielt bis etwa 16:15 durch und nach 40min war die gemütliche Alm erreicht. Dort gabs dann den durch eine Wetterverschlechterung verkürzten quasi obligatorischen Absacker. Die Toilette ist mal kurios und gleichzeitig das private Bad der Wirtsfamilie, dass aber natürlich nachgerüstet wurde. Nach dem Weizen gings dann wieder zur Bahn und ins Tal zurück.

Im Abstieg, mittlerweile zog es zu, reichte aber noch bis zur Alm, dort kam dann später ein Schauer, zufälligerweise eine knappe Stunde vor Betriebsschluss an der Seilbahn.

Loferer Steinberge, Buchensteinwand und Lärchfilzkogel

Seitenblick beim Hüttenabstieg

Nach einer Halben Stunde waren die Steigungen durch

Rückblick zum Wildseeloder

Tagesabschlussweizen, allerdings Edelweiss im Weihenstephaner-Glas

Wolkenspiele

Und der Hüttenhund

Wolkenspiele 2, wenig später bildete sich in der Nähe ein Schauer, der direkt über den Wildseeloder zog

Das sah nicht gut aus, wenige Minuten später kam der Schauer an und zog unter Verstärkung nach Osten

Vom heranziehenden Regen gings dann mit hohem Tempo zurück zur Gondel und runter

Rückblick zu den Gipfeln, danach gings runter.

Und Feierabend!
Facts:
Aufstieg: 640hm
Abstieg: 640hm
Strecke: 14,5km, davon 8,2km zu Fuss
Gehzeit: 4:15 Stunden
mFg Widdi

