Wandern zwischen Grenzen - BY und CZ - Dylen (12-05-Teil4)
Verfasst: So 24. Jun 2012, 21:02:35
So kommen wir zum vierten, etwas kürzeren Teil des Bilderberichtes. Nun bewegen wir uns vom Königsstein, hin zur ehemaligen Schutzhütte am Tillenberg, mit Blick nach Eger. Es ist ein beschilderter Teil des Weges, führt aber eigentlich einfach entlang der Grenze. Mehr dazu in den nächsten Bildern:
Hier sieht man nun die neuen Grenzschilder, seit es die Tschechische Republik gibt. Diese stehen nicht oft entlang des Weges. Sehen schön aus die neuen Hoheitszeichen der Grenze der Tschechischen Republik:

Weiter geht’s, durch die größtenteils unberührten Wälder. Dort oben kann alles relativ ungestört wachsen. Man sieht auch schön die Steilheit des Geländes, an den Füßen der Bäume. Wie wenn sich die Bäume mit dem unteren Teil des Baumfußes gegen den Abhang stemmen. Dazu gibt es dort oben schon einen schönen Mischwald, der natürlich kaum bewirtschaftet wird und wurde. Erst wegen der Grenze, und auch wegen der Steilheit des Geländes:

Und wieder zwei stattlichere Grenzmarkierungen. Auch wieder mit dem Jahr 1844, und DB für Deutschland – Bayern. Wie gesagt, 1844 die Grenzziehung zwischen Böhmen und dem Königreich Bayern. Damit steht dieser Grantblock auch schon lange in der Gegend herum:


Und weiter geht’s, nun immer wieder nach Oben. Langsam haben wir wieder 830 müNN erreicht. Also knapp 40m höher, auf 280 m Länge:


Jetzt sind wir auf einer kleinen Lichtung, mit Blick ins Nachbarland. Von hier sieht man Eger, bzw. Cheb ganz gut. Noch besser der Stausee, vor den Toren der Stadt. Auf dem ersten Bild sieht man auch die markanten Hochhäuser von Cheb, auf dem zweiten dazu noch den Stausee:



Dort oben, ist alles zweisprachig. Ja auch die Hinweisschilder auf die rund um den Berg bestehenden Wasserschutzgebiete:

Ganz unbemerkt, befindet man sich auf einmal in der Tschechischen Republik. Man kann es nur erkennen, wenn man entweder die Grenzpfosten im Auge behält, oder wenn man sich auf dem Weg einfach mal umdreht. Dann sieht man das Schild unserer Nachbarn, und merkt dass man gar nicht mehr in Bayern unterwegs ist. Es fällt auch gar nicht mehr auf, da man eh die ganze Zeit zwischen den Ländern sich bewegt. Würde man auf diesem Weg weiter gehen, kommt man zu der ehemaligen Unterkunft der Grenztruppen, zuständig für den Dylen. Unten noch ein Link, zu Bildern dieser ehemaligen Unterkunft. Die Natur macht sich seit mehreren Jahren bereits über das Bauwerk her. In vielen Jahren werden dort wohl nur noch Ruinen stehen, und die Nachwelt wird’s ich fragen was hier wohl mal gewesen war. Stationiert war dort: 13-te Kompanie, 3-tes Bataillon, 5te Brigade, der tschechischen Grenzwache. Im unten stehenden Link sieht man die Bilder, wie es zur Zeit dort aussieht:

Bilder: http://www.vojensko.cz/13-rps-dylen
Schild erkannt, umgedreht, nach unten geschaut.... ah ja, so verläuft die Grenzlinie.. weiß-blau...:

Ein ehemalig stattlicher Baum, jetzt Grundlage für viele Baumpilze:

Hier noch ein paar Infos zu der Schutzhütte des Alpenvereines auf dem Dylen:
Seit dem Jahr 1924 wurde am Tillenberg ein Bergfest abgehalten. Dort oben kaufte der Alpenverein 1 Jahr später 2250 qm Grund. Am 25-sten April 1926 dann die Grundsteinlegung, und am 3-ten Oktober 1926 die Einweihung. Im Mai im Jahr 1945 war dann Schluss. In diesem Jahr wurde die Schutzhütte durch Tschechen geplündert, total verwüstet und abgebaut, und nach Pilsen gebracht. Dies war das Ende der Hütte. Heute ist dort nur noch eine Lichtung.
So, dies war der vierte Teil der Wanderung. Nun geht es wieder zurück, bis knapp einen halben Kilometer vor dem Mittelpunkt Europas. Dort beginnt dann er, am Anfang richtig steile, Aufstieg zum Dylen. Dieser Aufstieg war natürlich noch nicht kurz nach der Grenzöffnung möglich, geschweige denn vor der Grenzöffnung. Im Zuge der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, mit unseren tschechischen Nachbarn, wird das Wander- und Radwegenetz immer besser erweitert und ausgebaut. Jetzt sind die Grenzen keine Grenzen mehr, man muss nur den Ausweis die ganze Zeit bei sich haben.
Eine schöne Woche wünsche ich Euch!
Grüße
Markus
Hier sieht man nun die neuen Grenzschilder, seit es die Tschechische Republik gibt. Diese stehen nicht oft entlang des Weges. Sehen schön aus die neuen Hoheitszeichen der Grenze der Tschechischen Republik:

Weiter geht’s, durch die größtenteils unberührten Wälder. Dort oben kann alles relativ ungestört wachsen. Man sieht auch schön die Steilheit des Geländes, an den Füßen der Bäume. Wie wenn sich die Bäume mit dem unteren Teil des Baumfußes gegen den Abhang stemmen. Dazu gibt es dort oben schon einen schönen Mischwald, der natürlich kaum bewirtschaftet wird und wurde. Erst wegen der Grenze, und auch wegen der Steilheit des Geländes:

Und wieder zwei stattlichere Grenzmarkierungen. Auch wieder mit dem Jahr 1844, und DB für Deutschland – Bayern. Wie gesagt, 1844 die Grenzziehung zwischen Böhmen und dem Königreich Bayern. Damit steht dieser Grantblock auch schon lange in der Gegend herum:


Und weiter geht’s, nun immer wieder nach Oben. Langsam haben wir wieder 830 müNN erreicht. Also knapp 40m höher, auf 280 m Länge:


Jetzt sind wir auf einer kleinen Lichtung, mit Blick ins Nachbarland. Von hier sieht man Eger, bzw. Cheb ganz gut. Noch besser der Stausee, vor den Toren der Stadt. Auf dem ersten Bild sieht man auch die markanten Hochhäuser von Cheb, auf dem zweiten dazu noch den Stausee:



Dort oben, ist alles zweisprachig. Ja auch die Hinweisschilder auf die rund um den Berg bestehenden Wasserschutzgebiete:

Ganz unbemerkt, befindet man sich auf einmal in der Tschechischen Republik. Man kann es nur erkennen, wenn man entweder die Grenzpfosten im Auge behält, oder wenn man sich auf dem Weg einfach mal umdreht. Dann sieht man das Schild unserer Nachbarn, und merkt dass man gar nicht mehr in Bayern unterwegs ist. Es fällt auch gar nicht mehr auf, da man eh die ganze Zeit zwischen den Ländern sich bewegt. Würde man auf diesem Weg weiter gehen, kommt man zu der ehemaligen Unterkunft der Grenztruppen, zuständig für den Dylen. Unten noch ein Link, zu Bildern dieser ehemaligen Unterkunft. Die Natur macht sich seit mehreren Jahren bereits über das Bauwerk her. In vielen Jahren werden dort wohl nur noch Ruinen stehen, und die Nachwelt wird’s ich fragen was hier wohl mal gewesen war. Stationiert war dort: 13-te Kompanie, 3-tes Bataillon, 5te Brigade, der tschechischen Grenzwache. Im unten stehenden Link sieht man die Bilder, wie es zur Zeit dort aussieht:

Bilder: http://www.vojensko.cz/13-rps-dylen
Schild erkannt, umgedreht, nach unten geschaut.... ah ja, so verläuft die Grenzlinie.. weiß-blau...:

Ein ehemalig stattlicher Baum, jetzt Grundlage für viele Baumpilze:

Hier noch ein paar Infos zu der Schutzhütte des Alpenvereines auf dem Dylen:
Seit dem Jahr 1924 wurde am Tillenberg ein Bergfest abgehalten. Dort oben kaufte der Alpenverein 1 Jahr später 2250 qm Grund. Am 25-sten April 1926 dann die Grundsteinlegung, und am 3-ten Oktober 1926 die Einweihung. Im Mai im Jahr 1945 war dann Schluss. In diesem Jahr wurde die Schutzhütte durch Tschechen geplündert, total verwüstet und abgebaut, und nach Pilsen gebracht. Dies war das Ende der Hütte. Heute ist dort nur noch eine Lichtung.
So, dies war der vierte Teil der Wanderung. Nun geht es wieder zurück, bis knapp einen halben Kilometer vor dem Mittelpunkt Europas. Dort beginnt dann er, am Anfang richtig steile, Aufstieg zum Dylen. Dieser Aufstieg war natürlich noch nicht kurz nach der Grenzöffnung möglich, geschweige denn vor der Grenzöffnung. Im Zuge der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, mit unseren tschechischen Nachbarn, wird das Wander- und Radwegenetz immer besser erweitert und ausgebaut. Jetzt sind die Grenzen keine Grenzen mehr, man muss nur den Ausweis die ganze Zeit bei sich haben.
Eine schöne Woche wünsche ich Euch!
Grüße
Markus