Heute gibt nun einen ersten Teil eines schönen Wandertages Mitten im Mai. Dieser Bericht ist auf mehrere Teile aufgeteilt ist. Am 12-ten Mai dieses Jahres, nachdem uns wieder ein Schwall Kaltluft überquerte, machte ich mich auf den Weg um eine Wanderung entlang der Deutsch-Tschechischen Grenze zu unternehmen. Es ist ein ungewöhnlicher Wanderweg. Den größten Teil führt dieser genau zwischen den Deutschen und den Tschechischen Grenzmarkierungen entlang. Es geht hinauf, hinter der Ortschaft Altmugl, bis zur Grenze unterhalb des 939 m hohen Dylen auf dem Gebiet der Tschechischen Republik. Zu Zeiten des kalten Krieges ein Horchposten des roten Sternes, heute ein „normaler“ Sendeturm, der die tschechischen Radiosender weit in die Nordoberpfälzer Landschaft versendet. Dort oben befindet sich auch der Mittelpunkte Europas. Im Jahr 1865 wurde dieser Punkt ermittelt. Dann gibt es auch noch andere kleine Sehenswürdigkeiten. Dazu aber im Laufe des Berichtes. Beginnen wir zu erst einmal mit dem ersten Kapitel. Es beginnt am Start der Wanderung, ab diesem man nicht mehr mit dem Auto fahren kann. Dort beginnt der rund 2 km lange Wanderweg, der zuerst direkt zur Grenze führt. Diesem folgt man dann für über einen Kilometer, bis zum Mittelpunkt Europas, ermittelt im Jahr 1865. So, genug der Vorworte, nun zu den ersten Bildern, mit Beschreibung und stellenweise Angabe der Höhenmeter.
So, ein Hinweisschild gibt die Richtung vor. Start des Weges auf 620müNN. Der Mittelpunkt Europas, der 2km entfernt ist, liegt bereits auf 815 müNN. Und der Dylen, der dann weitere 1,5km vom Mittelpunkt entfernt liegt, liegt auf 939 müNN. Sind also fast 320 Höhenmeter auf knapp 4km Entfernung. Das erste Bild, ist ein Blick vom Startpunkt, hinauf auf den 939 müNN gelegenen Dylen, das heutige Tagesziel. Wir öfters in Bayern zu sehen, gibt es auch an Bäumen in den Wäldern Heiligen Bilder:



Zu erst geht es auf einer kleinen geteerten Straße immer bergauf. Die Nadelbäume hatten schon schöne, hellgrüne Nadelansätze an den Spitzen. Auch hier ließ sich der Frühling nicht mehr aufhalten. Am Wegesrand findet man stattliche Nadelbäume, aber auch beeindruckende Laubbäume. Der Stammumfang ist nicht von schlechten Eltern:


So, nach einem knappen halben Kilometer, zweigt der Wanderweg endlich von der Teerstrasse ab. Jetzt geht es querfeldein, durch kleine, tief eingeschnittene Hohlwege den Berg hinauf. Wir folgen nun den weiß-blauen Markierungen. Wir befinden uns auf ca. 690 müNN:

Einfach nur ruhig und schön grün. Dazu der Duft des Waldes, nach etwas Regen, einfach nur traumhaft. Man sieht schön, wie tief dieser Weg im Waldboden liegt. Dort fließt bei Regen natürlich auch viel Wasser nach Unten. Kurz nach diesem Bild, eine der vielen Quellen entlang des Weges. Kein Wunder dass bei uns selbst nach langer Trockenheit nie zu wenig Grundwasser und Quellwasser vorhanden ist. Wasser musste bei uns selbst in trockensten Sommern wie gespart werden:


Langsam wird der Weg enger, und tiefer. Hier säumen nun glitzernde Steine den Weg. Wir befinden uns bereits auf rund 730 müNN. Durch kräftige Regenfälle werden die Steine immer weiter nach unten transportiert:


So, kurz vor der Grenze ein nächster Wegweiser. Von hier gibt’s weitere Möglichkeiten. Ich halte mich an die weiß-blaue Markierung, immer weiter den Berg hinauf:

Jetzt befinden wir uns schon auf 747 müNN. Wir stehen nun direkt vor der Grenze der Tschechischen Republik und Bayern. Das erste Bild zeigt die obligatorischen, weiß-blauen Plastikpfosten, die unsere bayrische Grenze darstellen. Darunter die frisch gestrichenen Grenzsteine. Das D natürlich für Deutschland. Das zweite Bild zeigt den Grenzstein der tschechischen Republik. Natürlich noch mit der Markierung CS, wobei jetzt nur noch das C nachgemalt wird. Das letzte Bild ist dann ein Überblick der Grenzmarkierung. In bestimmten Abständen stehen die Granitpfähle, und die Plastikstangen. Dazwischen manchmal einfach nur die Granitpfosten, ohne Plastikstangen. Genau zwischen diesen Markierungen verläuft dann der Wanderweg immer weiter nach Oben:



Hier der Blick, immer weiter nach Oben. Wie gesagt, immer zwischen den Grenzsteinen. Wir befinden uns auf rund 775 müNN:


Wie gesagt, die Tschechen haben keine Grenzpfosten. Dafür stehen Schilder rum, mit dem Hinweis auf die Grenze. Pozor – Statni Hranice. Achtung – Staatsgrenze. Beim fotografieren ergab sich schon der erste Grenzwechsel:

Ein bisschen weiter, wieder ein richtig größer. Wieder das CS und mit einer zusätzlichen Inschrift mit dem Jahr 1844:

Weitere Wanderwege dort oben. Aber nur noch einen halben Kilometer bis zum Mittelpunkt:

Die Stürme und Gewitter seit 2006 haben dort oben auch Spuren hinterlassen. Stellenweise gibt es durch Windwurf gezeichnete Stellen. Nun befinden wir uns auf rund 805 müNN. Ansonsten sieht man dort oben einfach nur Wald, egal in welche Richtung:


Und wieder ein kleiner Blick, auf den ungewöhnlichen Wanderweg. Auch zu Zeiten der Grenze, und vor dem Wegfall des eisernen Vorhangs, konnte man dort „hart an der Grenze“ wandern. Kurz vorm Mittelpunkt Europas, stehen auch noch schöne Laubbäume an der Grenze, mit Ihren herrlich, hellgrünen Blattfarben:


So, dies war der erste Teil der Wanderung. Das waren die ersten 2km auf dem Weg zum Mittelpunkt Europas, immer hart an der Grenze. Wir haben nun knapp 200 Höhenmeter auf 2km Entfernung hinter uns gelassen. Hoffentlich hat der erste Teil gefallen. In Natura war es noch schöner, vor allem schön ruhig. Nach einer stressigen Arbeitswoche die ideale Erholung. Der nächste Teil zeigt dann exklusiv den Mittelpunkt Europas, auf einer Höhe von 815 müNN.
Hoffe die Bilder vermitteln ein paar Eindrücke aus unserer schönen, reich bewaldeten Gegend.
Schöne Grüße
Markus, der auf etwas Feedback hofft..














