nach dem ich ja bereits die Verwehungen auf dem Ahornberg abgelichtet hatte, war ich auch am Grenzkamm auf 800m Höhe. Dort oben zauberte der Tagelange Hochnebel recht bizarre Strukturen in die Landschaft. Dazu gab es noch Schnee auf den Bäumen, und dank des stürmischen Böhmischen auch ne Menge an Verwehungen. Leider war es immer noch grau in grau, aber der Hochnebel lag etwas höher. So waren die Bilder nicht ganz so schlimm, was die Lichtverhältnisse betrifft. Man hätte alles auch in SW aufnehmen können. Ich habe den Bericht auf 2 Teile aufgespaltet, da es doch ein paar mehr Bilder geworden sind. Übers letzte Wochenende ging es dem Raureif wohl etwas an den Kragen. Als Ausgleich gab es dafür auf den Höhen noch einmal richtig schönen Neuschnee, mit bis zu 15cm auf knapp 900m Höhe. Der Schnee auf den Bäumen dürfte somit unverändert sein. So nun aber zu den Bildern. Mir hat diese kleine Wanderung durch den tieferen Schnee richtig gut getan, nach einer langen Arbeitswoche.
Das erste Bild entstand auf ca. 780 müNN wenige m unterhalb des Deutsch-Tschechischen Grenzübergangs von Bärnau. Gerade im Winter ist dieser Übergang nicht leicht zu befahren, wegen Verwehungen wenn der Böhmische bläst:

Das nächste Bild zeigt einen Baum, mit etwas Schnee drauf und leichten Raureif. Weiter oben sollte dieser noch viel mächtiger werden:

Auf den Sträuchern lag schon etwas mehr Raureif. Es sah wirklich schön aus und bildete einen leichten Eispanzer. Das zweite Bild soll eine kleine Nahaufnahme sein:


Dieses Bild zeigt eine Baumgruppe. Schön mit Schnee und darüber Raureif. Man sieht dass die Stärke des Reifs schon etwas zunahm auf jedem Höhenmeter. Wie alle Bäume dort oben, laden die Äste nicht weit aus. Die wissen eben auf welche Winter man sich bei uns einstellen muss. Viele Menschen sind leider einen richtigen Winter nicht mehr gewohnt und verweichlicht:

Weitere Sträucher mir Raureif. Durch das Gewicht haben sich die Äste schon auf den Boden zubewegt. Aber keine Angst, im Frühjahr stehen die wieder kerzengerade. Das zweite Bild ist etwas näher dran am Strauch:


Dann wollte ich weiter hinauf bis zum Grenzlandturm auf 800m. Durch den starken Böhmischen gab es aber auf den weiteren Weg große Schneewehen. Da kam man nicht durch, weil die Wehen nicht fest gefroren waren durch den Pulverschnee. Die Höhe lag locker bei 1 – 1,5m, da wäre man nur mit Schneeschuhen drüber hinweg gekommen. So sah es dort im März 2009 auch aus. Auf dem zweiten Bild, sieht man ein Verreiftes Schild. Darauf steht „Landesgrenze“. Hier wandert man also genau entlang der deutschen Grenze. Unter dem Schnee läuft ein geteerter Grenzweg, der im Winter wegen des rauen Klimas nicht geräumt wird und nur zu Fuß begehbar ist. Wie man sieht, am besten mit Schneeschuhen. Das dritte Bild zeigt die Situation am meteorologischen Frühlingsanfang 2009. Während an diesem Tag im Westen schon zweistellige Maximas erreicht wurden, waren des dort oben nur +0°C mit Nebel:



Um an den Grenzlandturm zu kommen, musste ich durch den Wald. Dort musste ich dann abseits der Wege den Berg hinauf, da ich ja nicht über die Schneewehen gekommen bin:



Vorbei an schneebedeckten Bäumen und Sträuchern. Natürlich gibt es dort oben auch Quellen und kleine Rinnsäle. Diese haben vor allem zur Zeit der Schneeschmelze höhere Wasserstände. Das Wasser fließt dann irgendwann in die Donau:


So, dies war der erste Teil des Berichtes. Der zweite Teil handelt sich dann um den eigentlichen Zielpunkt. Ich war dann beim Grenzlandturm auf knapp 800m Höhe. Dort oben gab es noch genialeren Raureif und auch erneut höhere Schneewehen.
Ich hoffe der erste Teil hat euch schon gefallen. Es waren wirklich schöne und „Grenz “geniale Eindrücke an unserer Landesgrenze. Im Winter ist es einfach traumhaft dort oben.
Über Kommentare würde ich mich wie immer freuen, und auch schon einmal im Voraus bedanken.
Viele Grüße aus Nordbayern
Markus






